Finanzwerte gesucht: Europäische Börsen überwiegend im Plus

Finanzwerte gesucht
Europäische Börsen überwiegend im Plus

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag im Sog der positiv tendierenden Wall Street ihre frühen Gewinne gehalten und deutlich im Plus geschlossen. Der DJ Stoxx50-Index notierte 1,18 % höher und schloss bei 3586,76 Punkten.

Reuters. Hauptgewinner waren Aktien im Bank- und Versicherungssektor, welche laut Händlern Unterstützung von soliden Jahreszahlen der Schweizer Großbank UBS und der niederländischen Bank ABN Amro erhielten. Auch Technologiewerte waren gesucht. Händler verwiesen auf ein deutlich über den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard. Weitere Ergebnisse wie die guten Jahreszahlen des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline hätten ebenfalls zur freundlichen Markstimmung beigetragen. Uneinheitlich notierten die Telekomtitel, nachdem die Aktien der britischen Telewest rund 15 % gefallen waren, was Händler mit Sorgen zur Schuldenlage des Telekombetreibers begründeten. Einen Kursanstieg von über drei Prozent verbuchten Telekom Italia nach der Vorlage der Jahreszahlen für 2001. Zu den wenigen Tagesverlierern zählten die Chemietitel. Die Zahlen der niederländische DSM hätten den Sektor belastet.

London: Die Börse London schloss fester. Ermutigende Geschäftszahlen verliehen dem Markt Auftrieb. Die Anleger konzentrierten sich dabei auf den Erdöltitel BP sowie Bank- und Pharmawerte. BP gewannen 3,1 %. Die Investoren wechselten aus Shell in BP, weil die Ergebnisse des Konzerns als besser eingestuft wurden. Der Sektor erhielt zudem Unterstützung von den anziehenden Ölpreisen. Auch Shell rückten um 0,1 % vor. Bankaktien profitierten von dem im Rahmen der Erwartungen liegenden Ergebnisausweis von Barclays. HSBC stiegen um 1,7 % und Royal Bank of Scotland legten zwei Prozent zu. Barclays selbst verloren wegen aufkommender Sorgen um die Kostenentwicklung schliesslich zwei Prozent. GlaxoSmithKline stiegen nach guten Geschäftszahlen 1,2 %.

Paris: Die Börse von Paris tendierte im Schlussgeschäft nicht zuletzt dank kräftiger Kursgewinne in Schneider Electric fester. Technologiewerte waren insgesamt gesucht, nachdem Hewlett Packard günstige Resultate vorgelegt hatte. Der CAC-40 stand im Schlussgeschäft um etwa 1,50 % über seinem Vortagesschluss. Schneider profitierte in erster Linie von Meldungen, wonach General Electric und Siemens Interesse an der Schneider-Tochter Legrand gezeigt haben. Fester waren auch Alcatel und Cap Gemini . Auch die Aktien der Einzelhandelsgruppe Pinault-Printemps Redoute (PPR) waren gesucht, so wie auch Galeries Lafayette. Bouygues schlossen 4,8 % fester. Die Anleger könnten sich zunehmend mit dem angekündigten Erwerb des elfprozentigen Bouygues Telecom-Anteils von Telecom Italia anfreunden.

Zürich: Die Finanzwerte gaben unter Führung der Großbank UBS den Schweizer Aktien weiteren Auftrieb. Händler sagten, das unerwartet gute Abschneiden der UBS in 2001 habe den ganzen Sektor beflügelt. Ansonsten sei nicht sehr viel passiert. Der SMI schloss um 1,34 % höher bei 6421,6 Punkten. Insgesamt befinde sich der SMI weiter in einem Seitwärtskanal zwischen 6 000 und 6 500 Punkten, aus der er wohl noch einige Zeit nicht ausbrechen werde. "UBS hat einmal mehr mit positiven Nachrichten aufgewartet und stellt alles in den Schatten," sagte ein Marktteilnehmer. UBS habe die Erwartungen übertroffen. Etwas negativ sei nur der verhaltene Ausblick für 2002. UBS stiegen 4,5 %. Etwas schlechter als der Markt entwickelten sich ABB . ABB schlossen 1,1 % fester. Händler verwiesen auf den hohen Verlust im vergangenen Jahr.

Amsterdam: Die Amsterdamer Börse verzeichnete ebenfalls größere Gewinne. Der AEX-Index kletterte 1,42 % und durchbrach die 500-Punktemarke. Der Markt verdaue eine Reihe von Gewinnzahlen, sagten Händler. ABN AMRO teilte einen Betriebsgewinn von 2,36 (Vorjahr 3,097) Mrd. Euro mit und lag damit am oberen Ende der Erwartungen. Die Dividende würde zudem bei 0,9 Euro pro Aktie gehalten. Die Aktie der grössten niederländischen Bank stieg um 2,3 %. Der Konsumgüterkonzern Unilever konnte über den Erwartungen liegende Resultate präsentieren. Der Jahresgewinn wies mit 1,85 Mrd. Euro ein Plus von 66 % aus. Dennoch sank die Aktie um rund ein Prozent.

Madrid: An der Börse Madrid festigte sich der Ibex-35-Index gut zwei Prozent auf 8021,4 Punkte. Im Zentrum des Interesses waren Repsol, nachdem Argentinien eine 20-prozentige Steuer auf Ölexporte erhoben hatte. Die Repsol-Titel schlossen im Plus. Händler sagten, der Entscheid beende die diesbezügliche Ungewissheit, was den Titeln geholfen habe. Im Einklang mit dem gesamteuropäischen Trend notierten die Bankwerte fester, BBVA gewannen 3,2 und BSCH 2,6 %.

Mailand: Die Mailändische Börse notierte freundlich. Der MIB-30-Index gewann 1,11 % auf 31 121 Zähler. Der Markt bekam Unterstütung von Telecom Italia , die 3,3 % anstiegen.

Stockholm: Die Börse Stockholm schloss wenig verändert. Der OMX-Index lag 0,17 % im Minus bei 781,75 Punkte. Im Banken- und Finanzsektor notierten Skandia nach ihren Vortagesverlusten unverändert. Spekulationen, wonach Nordea Merger-Gespräche mit der holländischen ABN Amro führe, verhalfen den Nordea-Aktien 3,6 % nach oben. Nokia schlossen leicht im Plus, während Schwergewicht Ericsson 1,53 % nachgab.

Wien: Die Wiener Börse schloss freundlich. Der ATX-Index stieg 0,23 % auf 1228,50 Punkte. Erste Bank verbuchten mit einem Plus von 1,17 % auf 65 Euro ein Allzeithoch. Im Vorfeld der Generalversammlung bei RHI am Freitag gingen die Aktien mit 4,73 % stark nach oben. Hauptgewinner waren Palfinger mit plus 5,44 % auf 27,15 Euro.

Brüssel: Die Börse Brüssel notierte im Plus. Der Bel-20-Index gewann 0,82 % auf 2811,12 Zähler. Interbrew verloren laut Händlern auf Grund von Gewinnmitnahmen 0,12 %. Das Pharmaunternehmen UCB verbuchte ein Kursanstieg von 1,47 %. Die Zahlen der französischen Aventis hätten die Titel unterstützt. Fortis stiegen 1,1 %. Umicore verloren hingegen 2,1 %.

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