Finanzwerte mit Abschlägen
Dax wartet auf US-Zinsentscheidung

Schwächer starten die deutschen Aktien in den Montag. Der Dax verliert bis gegen 9.18 Uhr 54 Punkte bzw. 0,9 % auf 6 086 Zähler. Händler berichten von sehr dünnen Umsätzen und einem trägen Geschäft. Der Markt warten auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Dienstag, heißt es.

vwd/dpa-afx FRANKFURT. "Die Umsätze sind sehr dünn", sagte Aktienhändler René Gorodsinsky von der Baden Bank. -Württembergischen Die Investoren hielten sich vor der morgigen Fed-Sitzung mit Engagement zurück. Viele Marktbeobachter rechneten damit, dass die US-Notenbank die Zinsen erneut senken wird. Nur über die Höhe der Zinssenkung sei man sich am Markt uneins, fügte der Händler hinzu.

Vor allem Technologiewerte und Finanztitel drücken den Index. Dabei stehen Infineon ganz vorne auf der Verliererliste. Tagesgewinner sind derzeit Preussag und .

Die Aussagen von Infineon-Chef Schumacher, Siemens solle seine Beteiligung auf zehn bis 15 % abbauen, sorgen Händlerangaben zufolge für Fantasie. Siemens halte immerhin noch rund 56 % an Infineon , heißt es. Auch wenn der Mutterkonzern nicht sofort ganz auf Schumachers Wünsche eingehen dürfte, sei jedoch mit weiteren Teilverkäufen zu rechnen. Dies dürfte die Aktie erst einmal belasten, heißt es. So geben Infineon auch 1,6 % auf 45,60 Euro ab. Siemens verlieren 1,3 % auf 83,50 Euro.

Bei den Finanztiteln dürften Händlerangeben zufolge gerade Deutsche Bank interessant werden. Hier könnten die Aussagen von Breuer, dass das Institut auf "aggressiver Partnersuche" sei, für Kursaufschläge sorgen, heißt es. Doch treten diese vorbörslichen Einschätzungen nicht ein. Deutsche Bank fallen um 0,7 % auf 91,37 Euro. Auch das Papier der Dresdner Bank gehörte zu den Verlierern im Dax. Der Titel büßte 2,33 % auf 49,99 Euro ein. "Die schlechten Quartalszahlen und andauernd negativen Schlagzeilen drücken den Kurs der Aktie", begründete ein Händler die Abschläge.

Unter Druck stand die Aktie des Einzelhandelskonzerns Metro , ie sich um 2,56 % auf 45,30 Euro verbilligte. "Zwei Investmenthäuser haben die Aktie herabgestuft", erklärte Gorodsinsky die Kursverluste. Der Markt sei von der Entwicklung der Unterhaltungselektronik-Sparte enttäuscht.

Die Berichte über ein mögliches Ende des Gesetzesschutzes vor Übernahmen bei VW sind Marktteilnehmern nicht neu. Das sei in der vergangenen Woche schon mehrfach diskutiert worden, heißt es. Allerdings dürfte die gesamte Überprüfung durch die EU noch sehr lange dauern, so dass am Montag kein größerer Einfluss auf die VW-Aktie erwartet werde. Dennoch geben VW 1,8 % auf 57,20 Euro ab. Auch DaimlerChrysler und BMW starten mit Verlusten in die neue Woche.

Zu den beiden einzigen Gewinnern gehören aktuell Linde und Preussag. Bei Preussag stütze die Aufnahmen in das Recommended Portfolio von Lehman Brothers, meinen Händler. Die Titel legen 0,9 % auf 37,70 Euro zu.

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