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Finanzwerte sorgen für Auftrieb

Die Wall Street eröffnet freundlich. Vor allem Kursgewinne bei Finanzaktien treiben die Märkte in die Gewinnzone. Punktgewinne bei Citigroup treiben den Dow Jones ins Plus. Der Finanzdienstleister, Konkurrent Bank of America sowie Continental Airlines machen in dieser Woche mit ihren Quartalsergebnisse den Anfang. In den kommenden fünf Handelstagen werden 181 Unternehmen der S&P 500 Werte ihre Quartalsdaten melden.

Software- und Einzelhandelswerte legen ebenfalls an Wert zu. Microsoft und Sun Microsystems führen die Liste der Nasdaq Gewinner an. Cisco Systems rangiert dagegen auf der Verliererseite. Befürchtungen, der Hersteller von Netzwerkkomponenten könnte die Gewinnerwartungen nicht erfüllen, belasten die Stimmung. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter reduzieren die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr von 29 Cents auf 21 Cents pro Aktie.

Die Aktien der Finanzdienstleister notieren dagegen höher, nachdem Citigroup und Bank of America die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen konnten. Die Citigroup konnte die Analystenprognosen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 74 Cents um einen Cent schlagen. Der größte US- Finanzdienstleister steigerte den Ertrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich das Privatkundengeschäft. In diesem Bereich konnte das Unternehmen die Einnahmen um 19 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar steigern.

Konkurrent Bank of America konnte die reduzierten Analystenerwartungen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 1,24 Dollar pro Aktie sogar um sechs Cents schlagen. Der Ertrag der drittgrößten US-Bank fiel in den vergangenen drei Monaten jedoch um zwei Prozent. Die Zinseinnahmen stiegen von 4,7 Milliarden Dollar auf 5,12 Milliarden Dollar. Erträge aus anderen Geschäftsbereichen konnten um sechs Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar gesteigert werden. Vor allem Abschreibungen wegen fauler Kredite von insgesamt 787 Millionen Dollar belasten das Quartal.

Auf dem Flugsektor sah es in den vergangenen drei Monaten besser aus als erwartet. Continental Airlines erwirtschaftete im zweiten Quartal statt der erwarteten 58 Cents pro Aktie einen Gewinn von 74 Cents pro Papier. Die fünftgrößte amerikanische Fluggesellschaft musste dennoch einen Gewinneinbruch von 73 Prozent auf 42 Millionen Dollar hinnehmen. Der Umsatz lag mit 2,57 Milliarden Dollar nahezu auf dem Vorjahresniveau. Steigende Treibstoffkosten und das sinkende Aufkommen an Geschäftsreisenden belasten das Quartal. Neben der Aktie von Continental Airlines notieren auch die Werte von United Airlines und Southwest Airlines in der Gewinnzone.

Schwächer notiert dagegen die Aktie von Pharmacia. Nachdem sich die US-Gesundheitsbehörde bisher geweigert hat, Pharmacias Schmerzmittel Parecoxib Sodium auf dem US-Markt zuzulassen, verliert das Papier an Wert. Die Behörde bemängelt, Pharmacia habe unzureichende Unterlagen eingereicht. Das Pharmaunternehmen kündigte nun an, die benötigten Daten in den kommenden zwölf bis 18 Monaten nachzureichen.

Stärker präsentieren sich zum Wochenauftakt die Aktien der Automobilkonzerne. General Motors wird morgen Quartalsdaten melden. Die Analysten von Deutsche Banc Alex Brown rechnen mit einem besseren Ergebnis als bisher erwartet. Statt des prognostizierten Gewinns von 1,14 Dollar pro Aktie rechnen die Analysten nun mit einem Ertrag von 1,34 Dollar. Die Experten führen das positive Ergebnis vor allem auf den verbesserten Produkt-Mix zurück. Auch die Aktie von Ford notiert trotz schlechter Nachrichten freundlich. Der Autokonzern wird rund 1,4 Millionen Fahrzeuge wegen defekter Sicherheitsgurte in die Werkstätten zurück rufen.

Zulegen kann am Morgen auch die Aktie von SCI Systems. Sanmina will den Hersteller von elektronischen Komponenten für rund 4,45 Milliarden Dollar in Aktien kaufen. Zudem wird Sanmina Schulden in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Der Gesamtbetrag würde sich somit auf sechs Milliarden Dollar belaufen.

Level 3 profitiert von neuen Geschäftsbeziehungen. Der Betreiber des Telefon- und Datennetzes hast einen Millionenvertrag mit Verizons Global Solution Einheit abgeschlossen. Die Aktie von Level 3 legt über 18 Prozent an Wert zu.

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