Finanzwerte unter Abgabedruck
Wall Street dreht wegen Zinssenkungshoffnungen ins Plus

Die New Yorker Aktienmärkte sind am Dienstag im späten Handel in die Gewinnzone gedreht. Händlern zufolge hatte zunächst die Gewinnwarnung des größten US-Brokerhauses Merrill Lynch die Stimmung belastet. Danach seien aber die Hoffnungen der Anleger auf eine Ankurbelung der US-Wirtschaft durch die erwartete weitere Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed in den Vordergrund getreten.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte um 20.10 Uhr (MESZ) 0,23 Prozent fester auf 10.538,27 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,06 Prozent auf 1 219,34 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 0,52 Prozent auf 2 061,60 Zähler zulegte.

Der Markt rechne fest mit einer Senkung der Leitzinsen um mindestens 25 Basispunkte am Ende der am Dienstag begonnenen Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed, sagten Händler. Einige Marktteilnehmer hofften auf eine deutlichere Zinssenkung um 50 Basispunkte. Andere äußerten die Befürchtung, dass mit einer kräftigen Senkung die Zinsfantasie aus dem Markt sei. Eine Entscheidung wird am Mittwoch nach 20 Uhr (MESZ) erwartet.

Unter den Standardwerten gerieten insbesondere Finanzwerte unter Abgabedruck. Die Aktien von Merrill Lynch ermäßigten sich um fast elf Prozent auf 59,30 Dollar. Das Brokerhaus hatte zuvor seine Gewinnwarnung für das zweite Quartal 2001 und seinen schwachen Ausblick für das dritte Quartal mit niedrigeren Handelsvolumina und einer geringeren Marktvolatilität begründet. Ebenfalls im Minus notierten J.P. Morgan Chase & Co. Inc. sowie American Express Co., die 2,27 Prozent auf 44,78 Dollar beziehungsweise über ein Prozent auf 39,35 Dollar verloren.

Im Trend positiv hingegen notierten Honeywell, die über drei Prozent auf 36,69 Dollar zulegten. Ein Ausschuss von Vertretern der EU-Staaten hatte sich am Montag nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen für eine Ablehnung der geplanten 42-Milliarden Dollar-Fusion zwischen Honeywell und General Electric (GE) ausgesprochen und sich damit der Empfehlung eines Expertengremiums angeschlossen. GE tendierten 1,13 Prozent im Minus bei 49,68 Dollar.

Im Technologiesektor verzeichneten die Papiere des US-Chipherstellers Applied Micro Circuits nach anfänglichen Kursverlusten Aufschläge von 2,61 Prozent auf 14,58 Dollar, obgleich das Unternehmen am Montag seine Geschäftsprognosen für das erste Quartal nach unten revidiert hatte. Gegen den Trend schwächer notierten die Papiere des Netzwerkherstellers Cisco Systems Ind., sie verloren 3,51 Prozent auf 17,86 Dollar. Auch die Aktien des Software-Herstellers Oracle Corp. verloren 0,06 Prozent auf 17,76 Dollar.

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