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Finderlohn

Im amerikanischen Fernsehen gibt es eine populäre Werbung für schnellen Internet-Zugang: Ein Mann - eher schon in der Nähe des Rentenalters - klickt sich durch das Internet. Ein Fenster mit der Warnung erscheint: "Sie haben das Ende des Internets erreicht. Bitte gehen Sie zurück."

Wenn es nur so einfach wäre - eine Seite nach der anderen, von A bis Z, von Anfang bis Ende. Die Realität ist eine andere: Klicken und suchen, wieder und wieder - bestenfalls nähert sich der Nutzer der Information in immer enger werdenden Zirkeln. Denn längst sind es nicht mehr die wichtigsten, informativsten oder am besten vernetzten Internet-Seiten, die von den meisten Suchmaschinen an den ersten Positionen der Ergebnislisten präsentiert werden.

Nein, das Geld bestimmt die Position: Betreiber von Internet-Seiten, die es sich leisten können, zahlen dafür, dass sie von den Suchmaschinen in Spitzenposition genannt werden. Eine subtile Form der Werbung, gegen die amerikanische Verbraucherschützer bereits bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, der FTC, Beschwerde eingelegt haben.

Neben Alta Vista, der Netscape-Suchmaschine von AOL Time Warner, Microsoft und Direct Hit Technologies hat inzwischen auch Yahoo in einigen Bereichen bezahlte Ergebnisse. Unter den großen Suchmaschinen ist Google bislang die einzige, die noch ohne Finderlohn operiert. Doch wenn sich der Werbemarkt weiter verschlechtert, wird der Preis für die Unabhängigkeit möglicherweise auch hier zu hoch.

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