Finn-Dinghy-Steuermann und 470er-Crew wurden sogar jeweils Letzte
Segler müssen Medaillenträume in den Wind schreiben

Unsanfte Abkühlung für die beiden heißen deutschen Eisen im Medaillenrennen: Sowohl die Yngling-Crew von Kristin Wagner als auch das Boot von Marcus Baur in der 49er-Klasse fielen am Donnerstag vor den letzten Wettfahrten weit zurück und büßten ihre Chancen auf Edelmetall ein. Anschließend flossen Tränen der Enttäuschung.

HB ATHEN. Während Gastgeber Griechenland und Großbritannien die ersten Segel-Goldmedaillen bei den Spielen in Athen durch Sofia Bekatorou/Emilia Tsulfa in der 470er-Jolle und durch Shirley Robertson im Yngling überschwänglich feierten, gab es im Lager des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) lange Gesichter. "Bei uns sind Träume zerplatzt", sagte Teamchef Jochen Schümann.

Der dreimalige Olympiasieger forderte Selbstdisziplin von seinen geschlagenen Schützlingen: "Es ist jetzt wichtig, dass die enttäuschten Mannschaften nicht die eigene Panik ins Team tragen." Das wird schwer, denn die als Mitfavoritinnen gehandelten Kristin Wagner/Anna Höll/Veronika Lochbrunner (Feldafing/München/Lindau) segelten auf die Ränge 11 und 13, belegen nach 10 von 11 Wettfahrten lediglich Platz 16 der Gesamtwertung und sind am Boden zerstört.

Als Gesamt-Siebte sind Markus Baur und Max Groy (Kiel/Fleckeby) im 49er zwar noch etwas besser im Rennen, doch nach den Plätze 14 und 16 in den Wettfahrten fünf und sechs zeigt auch hier der Trend nach unten. "Es lief einfach alles schief. Bei Wind von mehr als zehn Knoten ist unser weiches Boot die Achillesferse", erklärte Baur sein desaströses Abschneiden und gab Durchhalteparolen aus. "Wir geben nicht auf. Das Rennen ist noch nicht vorbei." Am Wochenende greifen mit dem Olympia-Dritten Roland Gäbler (Tinglev) im Tornado und Alexander Hagen (Hamburg) im Starboot die letzten deutschen Segler ins Geschehen im Saronischen Golf ein.

Finn-Dinghy-Steuermann Michael Fellmann (Sulzberg) und die 470er- Crew Stefanie Rothweiler/Monika Leu (München/Schwerin) wurden in jeweils einer Wettfahrt sogar Letzte des gesamten Feldes. Fellmann fiel ein Rennen vor der Medaillenvergabe auf den 17. Platz zurück. Die 470er-Frauenmannschaft belegt nach zehn vor elf Wettfahrten Platz 14. Ihre Berliner Klassenkameraden Lucas Zellmer und Felix Krabbe werden nach den Rängen acht und elf nur auf Platz 14 geführt. Auch Surferin Amelie Lux, Olympia-Zweite von Sydney, liegt weit zurück.

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