Firmen müssen mehr Informationen geben
Verschärfte Bestimmungen für Quartalsberichte am Neuen Markt

Die Deutsche Börse hat die Konsequenzen aus den Pannen am Neuen Markt gezogen. Die Standards für die Quartalsberichte wurden deutlich verschärft.

ap FRANKFURT/MAIN. Wie die Deutsche Börse am Mittwoch mitteilte, müssen die Firmen zusätzlich künftig über die Auftragslage berichten, die Erlöse aufgliedern sowie über die Zahl der Mitarbeiter, Zwischendividenden, erfolgte Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten informieren.

Das neue Standardformat sei für die Berichte ab dem dritten Quartal 2001 verpflichtend. Aktionärsschützer hatten in der Vergangenheit kritisiert, dass einige der nicht durch Wirtschaftsprüfer testierten Quartalsberichte teilweise ein völlig falsches Bild der Unternehmenssituation lieferten. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre hatte in diesem Zusammenhang unter anderem auf den Bericht des Medienunternehmens EM.TV für das dritte Quartal 2000 verwiesen. Wer sich daran orientiert habe, habe von einer weitgehend intakten EM.TV-Welt lesen können. Drei Monate später habe der Wirtschaftsprüfer einen Verlust in Milliardenhöhe festgestellt, kritisierte die SdK.

Nach Angaben der Deutschen Börse soll die einheitliche Darstellung von Unternehmenskennzahlen den Vergleich und die Überprüfbarkeit von Firmendaten erleichtern. Durch die zusätzlichen Informationen werde die Aussagekraft der Quartalsberichte weiter verbessert, hieß es. Davon würden sowohl Anleger als auch Emittenten profitieren.

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