Firmenbeteiligungen unter dem Hammer
Deutsche Bank will noch mehr Tafelsilber verkaufen

Die Deutsche Bank will durch weitere Beteiligungsverkäufe Geld in die Kasse holen. Das Geldhaus spreche mit dem niederländischen Institut NIB Capital über einen Verkauf von Firmenbeteiligungen, verlautete am Montag aus Finanzkreisen.

HB/dpa FRANKFURT. Dabei gehe es um Unternehmensanteile im Wert von 2,5 bis 3 Milliarden Euro, die bei der Tochter DB Capital Partners gebündelt seien. Die Deutsche Bank wollte die Spekulationen auf Anfrage nicht kommentieren. Die Gespräche mit den Niederländern seien im Anfangsstadium, hieß es aus den Finanzkreisen. Kurzfristig sei aber nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. NIB sei zudem nicht der einzige Interessent für einen Teil der zahlreichen Beteiligungen von Capital Partners. Unter diesem Dach befinden sich etwa Anteile am Ferienparkbetreiber Center Parcs. Die Aktie der Deutschen Bank legte bis zum frühen Nachmittag um mehr als 7 Prozent auf etwa 46,70 Euro zu.

Der Branchenprimus trennt sich derzeit von Beteiligungen und Geschäftsfeldern, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Diese Strategie des neuen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann hatte bereits die Ertragseinbrüche im 2. und 3. Quartal gemildert. Im 3. Vierteljahr spülte allein die Veräußerung der Hypothekentochter Eurohypo 390 Millionen Euro in die Kassen.

Vergangene Woche schloss die Bank den Verkauf der US-Tochter Deutsche Financial Services (DFS) an den amerikanischen Mischkonzern General Electric ab. Zudem verhandeln die Frankfurter mit State Street Corporation über einen Teilverkauf des globalen Geschäftsbereichs Wertpapierdienste. Die europäische IT-Infrastruktur soll an IBM ausgelagert werden. Auch das Immobilien-Management soll ausgegliedert werden.

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