Firmenleitung in der Kritik
Cargolifter-Betriebsrat erwartet baldige Insolvenz

Der Betriebsrat des seit Dienstag zahlungsunfähigen Luftschiffbauers Cargolifter hält eine Insolvenz des Unternehmens für unausweichlich. Sie sei jedoch eine Chance für den Neubeginn, sagte der Betriebsratschef Matthias Flörsch am Mittwoch in Brand südlich von Berlin.

ddp BRAND. Die Belegschaft habe allerdings kein Vertrauen in das Management mehr, es müsse ausgetauscht werden. Flörsch geht davon aus, dass bei einer Umstrukturierung sehr viele der knapp 500 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Der Betriebsratsvorsitzende kritisierte die Firmenleitung für "den Fehler, sich von Anfang an ausschließlich auf eine private Finanzierung des Luftschiffbaus konzentriert zu haben". Außerdem sei es verkehrt gewesen, sich zuletzt nur noch auf die Produktion des kleinen Transportballons CL 75 zu beschränken. Dessen Marktchancen seien im Vergleich zu dem großen Luftschiff CL 160 jedoch "nicht so groß", sagte Flörsch.

In einem Insolvenzverfahren müsse nach einem Hauptinvestor mit Mehrheitsbeteiligung an der Aktiengesellschaft gesucht werden, forderte der Betriebsratschef. Zusammen mit dem Bund, dem Land Brandenburg und dem privaten Geldgeber könne dann "ein tragfähiges Förderkonzept" aufgestellt werden. Der Betriebsratsvorsitzende erwartet, dass das Land ein restrukturiertes Unternehmen Cargoifter noch einmal finanziell unterstützt.

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