Firmennachrichten und Kriegsängste belasten
US-Börsen im Minus

Nachrichten über personelle Änderungen im Management des weltgrößten Computerherstellers Hewlett-Packard und erneut aufgekommene Kriegsängste haben die US-Börsen am Montag belastet. Die Äußerungen aus der Parlamentsdebatte in Irak über die UNO-Abrüstungsresolution hätten im späten Geschäft auf die Stimmung der Anleger gedrückt, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Angesichts des US-Feiertags "Veterans Day" sei das Geschäft jedoch dünn gewesen. Der Dow-Jones-Index verlor zum Handelsschluss 2,09 Prozent auf rund 8359 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab 2,95 Prozent auf rund 1319 Zähler nach, der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 2,07 Prozent auf rund 876 Punkte.

Kurz nach Beginn der Parlamentsdebatte in Irak hatte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Salim El Kubaisi, die Ablehnung der Resolution empfohlen. Parlamentspräsident Saadun Hammadi kritisierte sie als "provokant, hinterlistig und eine Präambel für den Krieg". Irak hat bis Freitag Zeit für die Annahme der Resolution. Die endgültige Entscheidung liegt beim höchsten Gremium im Irak, dem Revolutionären Kommando-Rat unter Leitung von Präsident Saddam Hussein. "Der Vorsitzende des Parlaments hat gesagt, die UN-Bedingungen seien schwer zu realisieren, und dies hat einen Schatten über den Markt geworfen", sagte Peter Boockvar, Aktienstratege bei Miller Tabal & Co.

HP-Titel verlieren deutlich

Die Titel des weltgrößten Computerherstellers Hewlett-Packard (HP) rutschten rund elf Prozent auf 14,85 Dollar ab, nachdem das Unternehmen das Ausscheiden von Präsident Michael Capellas angekündigt hatte. Die Aktien waren Umsatzspitzenreiter an der New York Stock Exchange und belasteten mit den Verlusten die Standardwerte. Der frühere Compaq-Chef habe neue berufliche Pläne, teilte der Konzern mit. Nach Zeitungsberichten ist der 47-Jährige Favorit für die Nachfolge des scheidenden WorldCom-Chefs John Sidgmore.

Die Aktien des Softwareherstellers Oracle verloren rund 5,2 Prozent auf 9,05 Dollar, nachdem die Deutsche Bank die Aktie aus Bewertungsgründen auf "hold" von "buy" herabgestuft hatte. Der S&P-Einzelhandelsindex gab zwei Prozent auf rund 274 Zähler nach. Einige Einzelhandelskonzerne, darunter der weltgrößte Wal-Mart Stores, hatten mitgeteilt, der Umsatz im November liege bisher im Plan, der Ausblick für das Weihnachtsgeschäft bleibe jedoch unsicher, und die Branche sei noch nicht aus der Gefahrenzone. Wal-Mart-Aktien verloren rund 1,9 Prozent auf 53,00 Dollar und drückten damit den Dow-Jones-Index.

Gegen den Trend stiegen die Aktien der Muttergesellschaft von United Airlines, UAL Corp um rund 8,9 Prozent auf 3,57 Dollar. Die Vertreter der Flugbegleiter von United Airlines hatten sich am Vortag mit dem Unternehmen auf Lohnkürzungen in Höhe von 412 Millionen Dollar geeinigt.

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