Firmenporträt
American Water Works schwimmt in den USA vorneweg

Marktführend, profitabel, wachstumsstark und mit langer Historie - das sind die Kennzeichen der American Water Works Company. Das 1886 gegründete Unternehmen ist der größte private Anbieter von Dienstleistungen um Frischwasser und Abwasser auf dem sehr zersplitterten Markt der Vereinigten Staaten.

vwd DÜSSELDORF. Mit einer Präsenz in knapp der Hälfte der 50 Bundestaaten hat das Unternehmen aus dem östlichen US-Bundestaat New Jerseyes die breiteste Abdeckung. Außerdem ist die Gesellschaft mit ihren 5 000 Mitarbeitern bei Betrieb und Wartung von Anlagen aktiv. In den vergangenen zehn Jahren wurde der Umsatz vor allem durch Zukäufe auf 1,35 Mrd USD verdoppelt.

Die in 19 nordöstlichen und drei südwestlichen US-Bundesstaaten sowie in Hawaii vertretene American Water Works versorgt mehr als zehn Millionen der 270 Millionen Bewohner der USA mit Frischwasser und entsorgt die Abwässer von einer Million Verbrauchern. Wenn bis zum Jahresende wie geplant zwei weitere Unternehmen zum Konzern hinzu kommen - Citizens Water Ressources und Azurix North America - steigt die Kundenzahl um drei Millionen auf 13 Millionen Menschen. Das Geschäft mit Privatkunden ist in den USA reguliert, wobei die Bedingungen in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich sind.

In dem regulierten Bereich ist die Gesellschaft mit weitem Abstand die Nummer Eins auch unter den börsennotierten Konkurrenten. Im nicht regulierten Bereich Operation & Maintenance, also dem Management der Anlagen, versorgt das Unternehmen im Auftrag von kommunalen und industriellen Kunden über die Tochter American Water Services rund eine Million Menschen in neun Bundesstaaten. Zusammen mit dem O&M-Bereich von Azurix kommt American Water Works auf einen Marktanteil von zehn Prozent und damit auf Rang vier. Der Markt wächst jährlich um 16 Prozent - vor allem, weil die Aktivitäten zunehmend an private Versorger ausgegliedert werden.

Expansion im Wasser- und Abwassergeschäft

Die Gesellschaft bietet auch begleitende Produkte und Dienste an: den Schutz von Leitungen etwa oder Filter für Privathaushalte. Im direkten Wasser- und Abwassergeschäft wie auch bei Anlagenmanagement ist American Water Works auf ausgeprägtem Expansionskurs. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden 55 Wasserversorger übernommen. Auch die Geschäftszahlen zeigen nach oben. Der Umsatz nahm seit 1995 kontinuierlich zu mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 6,9 Prozent. Von 966 Mill. USD stiegen die Erlöse auf auf 1,351 Mrd USD voriges Jahr. Bis 2005 sollen das O&M-Geschäft und andere nicht regulierte Aktivitäten bis 20 Prozent vom Umsatz stellen.

Auch beim Nettoergebnis ist eine durchschnittliche Steigerungsrate von 8,4 Prozent zu verzeichnen, es kletterte von 105 Mio USD im Jahre 1995 auf 157 Mio USD im Jahr 2000. Pro Aktie bedeutete dies einen Gewinn von 1,61 USD im vergangenen Jahr nach 1,29 USD 1995. Auch die Dividende stieg fortdauernd an auf zuletzt 0,90 USD. Über die Gesellschafterverhältnisse war zunächst nur wenig in Erfahrung zu bringen. Nach Auskunft von RWE beläuft sich der Anteil der Privatanleger auf etwas über ein Drittel. Die restlichen Aktien befänden sich verteilt "in einem gutem halben Dutzend Blöcken" in den Händen von Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Unternehmen verbundenen Familien sowie bei in den USA ansässigen institutionellen Anlegern.

Die Aktie ist an der New Yorker Börse gelistet und wurde zuletzt bei etwas über 34 USD gehandelt; die Marktkapitalisierung lag bei 3,4 Mrd USD. Aus Sicht von 52 Wochen hatte der Höchstkurs im August bei 35,60 USD gelegen, während die tiefste Notierung im vorigen Jahr 23,31 USD betragen hatte. RWE bietet den freien Aktionären 46 USD pro Titel.

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