Fischer hofft auf friedliche Proteste
Grünen-Politiker verteidigen Demonstrationen zum Bush-Besuch

Führende Grünen-Politiker verteidigen die angekündigten Demonstrationen vor dem Deutschlandbesuch von US-Präsident Georg W. Bush. Zu einer Demokratie gehöre das Demonstrationsrecht, sagte Außenminister Joschka Fischer (Grüne) am Dienstag im Deutschlandfunk.

ddp BERLIN. Die Parteivorsitzende der Grünen, Claudia Roth, warnt zudem vor einer Pauschalverurteilung. Demonstrationen "für etwas" seien doch nicht antiamerikanisch, sagte Roth im Inforadio Berlin-Brandenburg.

Anlässlich des Bush-Besuches wollen Zehntausende Menschen in Berlin demonstrieren. Die erste genehmigte Demonstration ist für Dienstagnachmittag angekündigt. Organisiert wird sie von der Friedensbewegung. Roth wies darauf hin, dass auch ihre Partei eine eigene Kundgebung veranstaltet, um der "anderen Stimme Amerikas" das Wort zu geben. Denn "kritische Solidarität" zeichne das Verhältnis von Freunden aus. Die Junge Union kündigte eine pro-amerikanische Demonstration am Checkpoint-Charly an

.

Fischer äußerte seine Hoffnung, dass die Proteste friedlich bleiben. Denn gewalttätige Demonstrationen würden "sehr hässliche antiamerikanische Bilder" produzieren und die Anliegen der Demonstranten überdecken. Unterschiedliche Sichtweisen, die aus den Terroranschlägen des 11. September herrührten, dürften nicht eine transatlantische Kluft aufreißen, mahnte der Minister. Schließlich seien die USA heute unbestritten ein "globaler Ordnungsfaktor", der international gebraucht werde.

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