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Fischer: Regierung steht in Protokoll-Affäre "hinter ihren Leuten"

Außenminister Joschka Fischer hat sich in der Protokoll-Affäre um eine libysche Beteiligung an Terroranschlägen demonstrativ vor Kanzlerberater Michael Steiner und den deutschen Botschafter in den USA, Jürgen Chrobog, gestellt.

dpa BERLIN. "Die Bundesregierung steht hinter ihren Leuten", sagte Fischer nach der Sitzung des Auswärtigen Ausschusses am Mittwoch in Berlin. Der Ausschuss soll wegen der Affäre erneut in der kommenden Woche zusammenkommen.

"Aus unserer Sicht wurden die Fragen erschöpfend beantwortet", sagte Fischer. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass ein solches Protokoll an die Öffentlichkeit gelangen könne. «Wir werden uns Maßnahmen überlegen." Noch nicht geklärt werden konnte, wer das geheime Protokoll an die Öffentlichkeit gegeben hat. "Ich würde gerne noch wissen: Wer war's", sagte Fischer. Näheres aus dem Ausschuss wurde zunächst nicht bekannt.

Der Ausschuss soll Klarheit in die Affäre um ein an die Öffentlichkeit gelangtes Geheimprotokoll eines Gesprächs von Schröder mit US-Präsident George W. Bush bringen. In dem offenbar durch eine Indiskretion bekannt gewordenen Protokoll war Steiner so zitiert worden, dass Libyens Revolutionsführer Muammar el Gaddafi eine Beteiligung seines Landes an dem Anschlag auf die Berliner Discothek La Belle im Jahre 1986 eingestanden habe.

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