Fischer setzt Gespräche in Moskau fort
Fischer ruft USA und Russland zu Kooperation bei Raketenabwehr auf

Bundesaußenminister Joschka Fischer rief Russland und Amerika zur Kooperation auf. Ein solches Klima sei sehr wichtig, sagte Fischer am Dienstag vor russischen Außenpolitik-Experten in Moskau.

dpa MOSKAU. Fischer wird sich am Dienstag zum Abschluss seines Moskau-Besuches sowohl mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als auch mit dem Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Sergej Iwanow, treffen. Die NMD-Pläne der Amerikaner stehen im Mittelpunkt der Gespräche.

"Die Entscheidung über NMD liegt nicht bei Europa", sagte Fischer auf Fragen, welche Rolle Europa bei NMD spielen könnte. Das sei ganz allein eine amerikanische Entscheidung. Erneut lehnte er eine Mittlerrolle zwischen Russland und den USA ab.

Der russische Außenminister Igor Iwanow hatte bereits am Montag nach seinen Gesprächen mit Fischer Kooperation bei der Auseinandersetzung um NMD signalisiert. Russland werde bei den Verhandlungen über NMD in konstruktivem Geist agieren, sagte er. Bislang hatte Russland die amerikanischen NMD-Pläne als Verstoß gegen geltende Abrüstungsverträge strikt abgelehnt und für den Ernstfall mit "entsprechenden Gegenmaßnahmen" gedroht.

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