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Fischer übt vorsichtige Kritik an Köhler-Äußerung

Außenminister Joschka Fischer hat vorsichtige Kritik an der Äußerung von Bundespräsident Horst Köhler zur Ungleichheit der Lebensverhältnisse in Deutschland geübt.

dpa POTSDAM/BERLIN. Außenminister Joschka Fischer hat vorsichtige Kritik an der Äußerung von Bundespräsident Horst Köhler zur Ungleichheit der Lebensverhältnisse in Deutschland geübt.

Er könne sich "nicht vorstellen, dass sich Horst Köhler von dem verabschiedet, was auch Helmut Kohl und die CDU jahrzehntelang konsequent vertreten haben", sagte Fischer der in Potsdam erscheinenden "Märkischen Allgemeinen". Die Bundesregierung halte unbeirrt am Aufbau Ost und am Solidarpakt fest.

Der Chef des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG), Meinhard Miegel, sagte der "Welt", die nach Köhlers Äußerungen ausgebrochene Debatte sei unsinnig. Bruttoinlandsprodukt und verfügbare Einkommen seien keine tauglichen Instrumente, um die tatsächlichen Lebensverhältnisse zu vergleichen. "Regionen, in denen wenig erwirtschaftet wird, haben auch wesentlich niedrigere Lebenshaltungskosten", meinte Miegel.

Einer Umfrage der "Welt" zufolge plädieren 70 % der Deutschen dafür, jeder strukturschwachen Region in Deutschland die gleichen Fördermittel zu gewähren.

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