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Fischer: Zu früh für Schlussfolgerungen

Einen Tag nach den Terroranschlägen in den USA ist es nach Einschätzung von Bundesaußenminister Joschka Fischer zu früh für Schlussfolgerungen.

dpa BRÜSSEL. "Wir müssen eine sorgfältige Faktenlage feststellen", sagte Fischer nach der Sondersitzung der EU- Außenminister am Mittwoch in Brüssel. Fischer lehnte einen Kommentar zu Vermutungen ab, wonach der saudische Milliardär Osama bin Laden hinter den Anschlägen steht.

Fischer sagte, es werde voraussichtlich keinen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs geben. Es sei aber für Freitag eine gemeinsame Erklärung geplant. Die Attentate werden laut Fischer die sicherheitspolitische Diskussion in der EU nachdrücklich beeinflussen.

Zum Konflikt in Nahost sagte der Berliner Minister, es sei nun die allerletzte Chance, eine Waffenstillstand oder zumindestens eine längere Pause zu erreichen. Es habe dazu in der vergangenen Nacht mit Palästinenserführer Jassir Arafat telefoniert. "Jetzt ist eine weitsichtige Entscheidung notwendig."

Zur Bombendrohung im Berliner Außenamt sagte Fischer, es sei unverantwortlich, sich als Trittbrettfahrer einer großen Katastrophe am Telefon zu melden und eine solche Drohung auszusprechen.

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