Fischers Anforderungen an Diplomatie
Botschafter Deutschlands als Krisenmanager

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sieht mit der größeren Verantwortung Deutschlands in der Welt auch höhere Erwartungen auf die Diplomaten zukommen.

dpa BERLIN. Von ihnen werde unter anderem ein sehr gutes Krisenmanagement erwartet, wie es nach dem Terroranschlag auf der tunesischen Ferieninsel Djerba der Fall gewesen sei, sagte Fischer am Montag bei der Eröffnung der jährlichen Botschafterkonferenz des Auswärtigen Amts. Botschafter müssten aber auch öffentlichkeitswirksame Diplomatie betreiben und sich mit Zukunftsthemen wie dem Kulturdialog auskennen.

Im Zentrum der viertägigen Konferenz mit rund 200 Leitern deutscher Auslandsvertretungen stehen die Folgen der Terroranschläge auf die USA vom 11. September, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus und die Gestaltung der Globalisierung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Europapolitik. Die Diplomaten diskutieren bis Donnerstag auch Reformen des Auswärtigen Dienstes.

Vor allem die traditionelle Rolle der deutschen Vertretungen in der Europäischen Union wandele sich mit der fortschreitenden EU- Integration, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Diplomaten hätten keine "Briefträgerfunktion" mehr, sondern müssten stärker innenpolitische Feinarbeit leisten und Analysen über die Politik des jeweiligen Landes anfertigen. Entsprechende Ideenpapiere seien auch Thema der diesjährigen Botschafterkonferenz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%