Fishers Zwischenruf
Das „V“ ist der Schlüssel

Im Zuge des dramatischen Kursverfalls an den Börsen haben die Schwankungen der Aktienkurse deutlich zugenommen. Dies zeigt die große Nervosität der Marktteilnehmer. Doch je größer die Nervosität am Markt, desto höher fallen auch die Renditechancen aus. Was sollten Anleger jetzt tun?

Die Aktienmärkte sind mit rekordverdächtiger Volatilität zusammengebrochen - den einen Tag sieben Prozent runter, den nächsten Tag elf Prozent rauf, nur um am darauf folgenden Tag wieder acht Prozent abzusacken. So etwas haben wir noch nicht erlebt - eine wahrhaft globale Panik. Die ist mindestens genauso irrational und stimmungsgetrieben wie die Technologie-angeheizte Euphorie aus dem Jahr 1999. Vielleicht sogar noch schlimmer! Angst und Zweifel haben sich zur Gewissheit verdichtet, dass Aktien auf immer fallen werden - alles Zeichen, dass der Untergang des Bärenmarktes, der Baisse, bevorsteht.

Wie aber nur, kann aus diesem Bären wieder ein Bulle werden? Klar ist: Auf jeden Bären- folgt ein Bullenmarkt. Das Ende des Bären und der Beginn des Bullen sehen ähnlich aus: Geradlinig runter und dann wieder rauf - einer V-Form entsprechend. Junge Bullen stürmen voran und versetzen abwartende, auf ein "deutliches Kaufsignal" lauernde Investoren in Panik, die Rally zu verpassen. Negative Schlagzeilen und Rezession überdecken noch lange Zeit den neuen Aufwärtstrend.

Vergangene Bärenmärkte haben gezeigt, dass die Regionen, Sektoren und sogar einzelne Aktien, die zum Ende hin am meisten fallen, sich auch am stärksten wieder erholen. Die Aktien stehen unter Spannung. Die Bereiche, die am stärksten abgesackt sind, haben das größte Potenzial in der Erholung. Aus den letzten zwölf Bärenmärkten (basierend auf dem S&P 500) kann man lernen, dass die Sektoren, die in den letzten drei Monaten die größten Verluste eingefahren haben, auch diejenigen sind, die in den ersten sechs Monaten des Bullenmarktes mit im Durchschnitt 32 Prozent nach oben schießen werden. Umgekehrt schneiden die Sektoren, die sich am besten gehalten haben, beim Aufwärtstrend mit durchschnittlich 16 Prozent am schlechtesten ab. Beides zeigt, wie wichtig es ist, die ersten Bewegungen des Bullen zu erkennen.

Wie groß wird die Erholung dieses Mal sein? Eine Voraussage ist nicht möglich, aber der deutliche elf-prozentige Anstieg vom 13. Oktober zeigt, wie schnell es gehen kann. Den tatsächlichen Boden exakt zu treffen, ist fast unmöglich. Steigen Sie jetzt ein. Oder für den Fall, dass Sie drin geblieben sind: Warten Sie einfach ab! Welche Abschwünge uns auch immer noch bevorstehen, sie werden im Vergleich zum raketenartigen Aufschwung geringfügig ausfallen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%