Fishers Zwischenruf
Denken Sie global!

Sie denken wahrscheinlich verkehrt - zumindest im Moment. Überall in der Welt überschätzen Investoren den Einfluss einzelner Ereignisse oder einzelner Länder, meist ihrer eigenen, insbesondere bei Negativentwicklungen. Deutschland ist von Bedeutung, Amerika auch, aber weit weniger als Sie denken. Was ist am wichtigsten?
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Globale Trends. Und wenige denken bisher auf diese Weise. Was meine ich damit? Momentan dreht sich alles um dem Boom in China und die daraus folgende Nachfrage nach Rohstoffen. Die Schlagzeilen beherrschen Chinas schweres Erdbeben oder der Zyklon in Birma.

Der steigende Euro und der fallende Dollar - sind die gut oder schlecht für die Wirtschaft? Auch Amerikas Subprime- und "Immobilienkrise" muss doch etwas für den Anleger bedeuten, oder? Was ist mit den sich ändernden britischen Steuergesetzen? Oder Deutschlands Abgeltungsteuer? Streikende Arbeiter, die mehr Lohn fordern? Asiatische Reisvorräte? Unruhen im Libanon? Präsident Obama? Tatsache ist: Manche dieser Dinge haben Bedeutung, manche nicht.

Aber um gut zu investieren, hören Sie auf, zuerst an Deutschland zu denken - oder an Amerika, China, Japan, Birma. Denken Sie zuerst global. Die Richtung der Welt überwältigt die Richtung Deutschlands immer. Dinge können in einem Land schief gehen, sogar in einem so großen wie Amerika, doch globale Kräfte überwinden das immer noch. Der Dollar ist schwach. Na und? Ein schwacher Dollar bedeutet einen starken Euro - wenn der eine fällt, muss der andere steigen. Aber global bedeutet es nichts - so etwas wie eine schwache weltweite Währung gibt es nicht. Sobald Sie global denken, erkennen Sie das.

Das glauben Sie nicht? Machen wir ein kurzes Quiz: Wie hoch ist das globale Bruttoinlandsprodukt? Etwa 40 Billionen Euro. Wenn Ihnen das nicht gleich einfällt, denken Sie nicht global. Was ist Deutschlands Anteil? Etwa 2,5 Billionen Euro oder 6,1 Prozent. Die anderen 94 Prozent werden dominieren und Deutschland dazu veranlassen, sich besser zu entwickeln als Sie vielleicht erwarten. Das gleiche gilt für den gesamten Aktienmarkt. Global gesehen haben die Aktienmärkte im März ihren Boden gefunden - und sind seitdem um 14 Prozent gestiegen! Doch die Deutschen merken das nicht. Behalten Sie die Welt im Auge!

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