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Fit für Fonds?

Grundsätzlich ist der Fonds eine hervorragende Idee: Ein Profi verwaltet für viele Anleger das Geld. Damit kann jeder, oft schon für 100 Euro, in die große Finanzwelt einsteigen. Die Marketingexperten der Fondsgesellschaften kreieren neue Produkte freilich nicht immer nach dem Gesichtspunkt, was für den Anleger sinnvoll ist, sondern eher danach, was sich gut verkauft.

So entstehen Trendfonds: Wenn Asien in Mode ist, werden Asienfonds aufgelegt, beim Internetboom Internetfonds und im Logistikfieber Logistikfonds. Das Problem: Die entsprechenden "Hypes" werden im Börsenaufschwung immer kurzatmiger und immer spezialisierter. Bis die Fondsgesellschaften das Thema aufgegriffen, einen Fonds gebildet und vermarktet haben, ist die Party fast schon vorbei. In der Börsenflaute beruhigen sich allerdings auch die Marketingexperten wieder.

Fondsfans sollten daher einen kühlen Kopf bewahren. Wer auf heiße Themen schnell aufspringen und ein paar Mark mitnehmen will, dürfte meist mit der Direktanlage in Aktien (oder mit einem speziellen Zertifikat, das die Kursbewegung bestimmter Aktien nachbildet) schneller und damit besser dran sein. Vor allem, wenn er für den Fonds fünf Prozent Ausgabeaufschlag zahlen muss.

Für eine solide Anlage hingegen sind Fonds sehr gut geeignet. Ihre Kosten fallen langfristig nicht so stark ins Gewicht und werden allemal von dem Vorteil einer höheren Risikostreuung aufgewogen. Es gibt verschiedene Wege, ein Fondsdepot selbst zu strukturieren. Der einfachste besteht darin, einen oder mehrere gute internationale Aktienfonds auszuwählen und zum Kern des Depots zu machen. Auch vorsichtige Anleger sollten, wenn sie ihr Geld länger als zehn Jahre zurücklegen, mindestens die Hälfte davon in Aktienfonds stecken. Denn langfristig sind sogar Rentenpapiere nicht ohne Risiko: Die Inflation knabbert auch mit niedrigen Raten deutlich am Kapital. Aktien bieten als Sachwerte Schutz dagegen.

Statt eines internationalen Aktienfonds lassen sich auch Europafonds als Kern des Investments auswählen und dann durch US-Fonds und (in kleinem Umfang) Asienfonds ergänzen. Wer den Leistungen der Fondsmanager misstraut, kann Indexfonds wählen, die einfach einen bestimmten Aktienindex nachbilden.

Wichtig: Obwohl der Fonds selbst schon Risiken streut, sollten Anleger größere Summen noch einmal auf mehrere Fonds verteilen.

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