Flaggschiff "Stella Artois"
Interbrew ist bereit für weitere Übernahmen

Die neue Muttergesellschaft der Bremer Brauerei Beck & Co, die belgische Interbrew S.A./N.V., ist bereit für weitere Übernahmen in Deutschland.

dpa/rtr BRÜSSEL. Zur Akquisitionsstrategie sagte Interbrew-Finanzvorstand Luc Missorten, das Ziel sei noch immer die Fortsetzung des Konsolidierungskurses. Interbrew betrachte eine Reihe von Möglichkeiten in verschiedenen Regionen. Details nannte Missorten nicht. Die Geschäftszahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen.

"Falls sich die Gelegenheit bietet, stehen wir bereit, sie zu ergreifen", sagte Konzernchef Hugo Powell am Mittwoch in Brüssel.

Im laufenden Jahr stehe aber vor allem die Eingliederung von gekauften Unternehmen an. Interbrew ist auch mehrheitlicher Eigner der niederrheinischen Privatbrauerei Diebels.

Interbrew mit dem Flaggschiff "Stella Artois" zeigte sich zufrieden mit Beck's. "Das Geschäft lief besser als von uns erwartet", sagte ein Unternehmenssprecher.

Interbrew steigert Gewinn und Umsatz 2001

Der belgische Braukonzern hat in seinem Kerngeschäft Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr um jeweils rund 30 Prozent gesteigert und dies vor allem mit seinen Zukäufen begründet.

Interbrew halte an seinem Ziel fest, den jährlichen Gewinn je Aktie vor Firmenwertabschreibungen im Zeitraum 2000 bis 2004 im zweistelligen Bereich zu steigern, teilte Interbrew am Mittwoch weiter mit.

Für die Steigerungen bei Umsatz und Gewinn seien vor allem Zukäufe wie die britische Brauerei Bass verantwortlich gewesen, teilte die nach Volumen weltweit zweitgrößte Brauerei mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) sei 2001 auf 1,53 Milliarden Euro von 1,16 Milliarden Euro im Vorjahr geklettert. Auch der Umsatz stieg um fast ein Drittel auf 7,3 Milliarden Euro.

Zahlen von Beck`s noch nicht in der Bilanz

Interbrew teilte weiter mit, dass die Geschäfte der übernommenen deutschen Beck's-Brauerei noch nicht in den Zahlen für 2001 berücksichtigt worden seien. Bei Beck habe sich 2001 der Umsatz um 16 Prozent auf 850 Millionen Euro erhöht.

Insgesamt sei der deutsche Biermarkt im vergangenen Jahr nur um 2,7 Prozent gewachsen. Ohne die Brauerei Bass sei das Ebitda im vergangenen Jahr um 14,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Darin sei ein organisches Wachstum von mehr als acht Prozent enthalten. Der Umsatz ohne Bass stieg um 16 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Interbrew hatte im Jahr 2000 die Brauerei Bass übernommen, musste aber dessen britisches Geschäft aus kartellrechtlichen Gründen wieder abgeben. Zur möglichen Übernahmen der South African Breweries wollte Interbrew keinen Kommentar abgeben.

Im vergangenen Monat hatte der niederländische Konkurrent Heineken mit einem Geschäftsergebnis unter den Erwartungen von Analysten seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Die Aktien von Interbrew gewannen gegen den Markttrend 0,36 Prozent auf 31,25 Euro.

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