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Flaks und Hacks

Der Hack, das bin ich. Denn so heißen Journalisten im Slang des New Yorker Medienbetriebs. Die Flak, das ist die Frau, seltener der Mann, am anderen Ende der Telefonleitung. Denn Flak lautet in New York der Name für Öffentlichkeitsarbeiter oder neudeutsch: Public-Relations-Berater.

Der Hack, das bin ich. Denn so heißen Journalisten im Slang des New Yorker Medienbetriebs. Die Flak, das ist die Frau, seltener der Mann, am anderen Ende der Telefonleitung. Denn Flak lautet in New York der Name für Öffentlichkeitsarbeiter oder neudeutsch: Public-Relations-Berater.

Die meisten Amerikaner wissen nicht, dass das dreibuchstabige Kürzel vom deutschen Wort Flugabwehrkanone stammt. Den Begriff müssen US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg aus Europa mitgebracht haben. Der Hack heißt so, weil er einst in die Tasten seiner Schreibmaschine hackte, die heute ein Computer ist.

Am vergangenen Freitag trafen sich Flaks und Hacks zum jährlichen Ball der New Yorker Vereinigung für Finanzjournalisten (NYFWA). In Smokings und tief dekolletierten Kleidern machten wir alle zusammen einen drauf.

Wir, das waren: Erstens, die Hacks: Vom Wall Street Journal über die New York Times und die Financial Times und das Handelsblatt bis zu obskuren Fachmagazinen wie Derivate heute und freien Journalisten waren viele Facetten der Medienwelt vertreten. Zweitens, die Hacks: Die Finanzriesen Citigroup und Bank of America, die Deutsche Bank, die Schweizer Großbank UBS, die New Yorker Börse und natürlich exquisite Agenturen mit Namen wie Ketchum und Weber Shandwick hatten Tische für die Journalisten reserviert, die über sie und ihre Kunden schreiben.

Vorne auf der Bühne parodierten die Mitglieder der Journalistenvereinigung ihr tägliches Leben. Auszug aus einem Lied (zu singen von einem Hack, gerichtet an eine Flak): „Ich mag Dich nicht, Du magst mich auch nicht. Aber ich brauche Dich, um meine Zeilen zu füllen; Du brauchst mich, um Deine Botschaft zu verbreiten. Wie wär’s also mit einem Cocktail auf Deine Rechnung?“

Da lachten wir kräftig, und tranken noch einen kräftigen Schluck Rotwein. Die Rechnung zahlte – na wer wohl? Die Flaks.


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