Flath gegen Midbradt
Sächsische CDU wählt neuen Parteivorsitzenden

Nach monatelangem Streit wählt die sächsische CDU an diesem Samstag auf einem vorgezogenen Parteitag in Glauchau einen neuen Landesvorsitzenden.

dpa GLAUCHAU. Auf dem von November vorgezogenen Parteitag bewerben sich der Agrar- und Umweltminister Steffen Flath sowie der stellvertretende CDU-Chef und Ex-Finanzminister Georg Mildbradt um den Vorsitz.

Die Veranstaltung habe trotz der Ereignisse in den Vereinigten Staaten Bestand, hieß es am Freitag noch einmal bei der CDU. Eine Verschiebung sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Der bisherige CDU-Landesvorsitzende Fritz Hähle, der auch Fraktionschef im Dresdner Landtag ist, hatte zu Gunsten von Flath auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Erstmals in der Geschichte der sächsischen Union gibt es damit zwei Bewerber um das höchste Parteiamt. Flath ist Wunschkandidat unter anderen von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU).

Der Parteitag gilt als Weichenstellung für die Biedenkopf- Nachfolge. Der Regierungschef will Ende 2002/Anfang 2003 vorzeitig aus dem Amt scheiden - gut anderthalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl. Darum rankt sich seit Januar eine heftige Personaldebatte in der CDU, nachdem Biedenkopf Finanzminister Milbradt wegen Differenzen über die Regelung der Nachfolge entlassen hatte.

Auf dem Parteitag wird in diesem Zusammenhang über einen Antrag des Landesvorstandes abgestimmt, der die von der Basis eingeforderte Mitsprache bei der Wahl eines neuen Ministerpräsidenten regelt. Dazu soll ein Sonderparteitag einberufen werden, der der Landtagsfraktion einen Kandidaten vorschlägt.

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