Flaues Geschäft
Dax setzt die Talfahrt fort

Am Frankfurter Aktienmarkt hat eine anhaltend schlechte Stimmung für Technologiewerte am Montag für fallende Kurse gesorgt.

dpa-afx FRANKFURT. Damit setzten sich die teilweise dramatischen Verluste aus dem späten Handel vom Freitag fort. Besonders betroffen von dem Ausverkauf war jedoch der Neue Markt. Der Standardwerteindex Dax lag zuletzt um 1,02 % im Minus bei 6.707,57 Punkten. Die 70 mittelgroßen Werte im MDax gaben insgesamt um 0,97 % auf 4.848,82 Punkte nach. Von Kursverlusten seiner wichtigsten Titel T-Online , EM.TV und Intershop erheblich unter Druck gesetzt verlor der NEMAX 50 (Performance-Index) 4,52 % auf 4.515,05 Zähler.

Daimler-Chrysler im Plus

Die nur gering gewichteten Old Economy-Werte zögen als einzige nennenswertes Kaufinteresse an sich. "Und die Hochtechnologie verliert weiter und belastet den Dax", sagte ein Händler in München. Nach seiner Auffassung ist die Konsolidierung der vergangenen Woche noch nicht beendet. Sie könne den Dax im Oktober noch bis auf 6.500 Punkte führen. Infineon Technologies verloren 2,51 % auf 51,99 Euro und Siemens sackten um 0,07 % auf 144,80 Euro ab. T-Aktien verloren 0,34 % auf 38,17 Euro.

Ins Plus drehte am Mittag hingegen die Aktie von Daimler-Chrysler . Der Wert gewann im Dax 1,95 % auf 52,34 Euro. Analyst Hendrik Emrich von Helaba Trust in Frankfurt führte den starken Anstieg des Papiers auf die neugegründeten Holding für E-Business Aktivitäten zurück. Der Experte nannte die Kursbewegung aber "übertrieben". Die Gründung der Tochtergesellschaft sei bereits seit Monaten bekannt gewesen.

Die Aktie der Deutschen Lufthansa bewegte sich am Mittag nur leicht im Minus. Sie verlor 0,36 % auf 22,22 Euro. Damit reagierte die Aktie nicht auf ein Abkommen mit Air China für gemeinsame Flugnummern für Flüge zwischen Frankfurt, Peking und Schanghai. Die Zusammenarbeit soll mit dem Winterflugplan am 29. Oktober starten. Lufthansa-Chef Weber sagte, als nächsten Schritt wolle die Lufthansa ihren Kunden die innerchinesischen Routen von den Metropolen Schanghai und Peking aus erschließen.

Nach Berichten über einen geplanten Zukauf in Frankreich hat sich die Aktie der Preussag in der Gewinnzone gehalten. Die Aktie lag zuletzt bei 33,72 Euro und damit um 0,21 % im Plus. "Preussag ist eine der wenigen Aktien, für die wir Kaufaufträge hereinbekommen", sagte ein Händler in München. Der Konzern bestätigte am Morgen Kaufverhandlungen mit dem französischen Reiseveranstalter Nouvelles Frontieres. In einem Interview mit der Finanzzeitung "Financial Times" sagte Preussag-Chef Michael Frenzel, die beiden Unternehmen stünden in Verhandlungen.

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