Flaute bei Bogenmaschinen
MAN Roland erwartet weniger Gewinn

Der Druckmaschinenhersteller MAN Roland rechnet 2002 mit einem niedrigeren Ergebnis und einem geringeren Auftragseingang als 2001.

dpa OFFENBACH. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Teilkonzern der Münchner MAN-Gruppe einen Vorsteuergewinn von 89 Mill. ?, das entspricht einem Plus von 13 %. Die Konjunkturflaute hinterlasse aber Spuren im Bogenmaschinengeschäft, teilte die weltweite Nummer zwei der Druckmaschinen-Branche am Dienstag mit. In dieser Sparte ging der Auftragseingang um 16 % auf 689 Mill. ? zurück.

Bei Bogenmaschinen, mit denen Werbeprospekte, Poster und Briefpapier gedruckt werden können, verringerte das Offenbacher Unternehmen bereits die Produktionskapazitäten: Leihkräfte wurden abgebaut und Mitarbeiter am besser ausgelasteten Standort Augsburg eingesetzt. Andere Geschäftsbereiche werden dieses Jahr den Rückgang bei den Bogenmaschinen nicht vollständig ausgleichen können, prognostizierte die Unternehmensführung.

Dank des hohen Auftragsbestands sei dagegen der Bereich Rollenmaschinen, mit denen vor allem Zeitungen gedruckt werden, für 2002 noch gut ausgelastet. Der Ordereingang ging um fünf Prozent zurück. In der Sparte Handel und Dienstleistungen erhöhten sich die Auftragseingänge um 22 Prozent auf 432 Millionen Euro. Damit ergibt sich für die gesamte Gruppe ein Rückgang beim Auftragseingang von 5 % auf 2,0 Mrd. ?.

2001 konnte MAN Roland den Umsatz um 13 % auf 2,1 Mrd. ? steigern. Die Tochter des Münchner Maschinenbau- und Nutzfahrzeug-Konzerns MAN stellte ihr Geschäftsjahr 2001 auf Kalenderjahre um. Im Ausland setzten die Offenbacher sogar ein Fünftel mehr um als zuvor, beinahe 80 Prozent der Erlöse fielen dort an. Große Hoffnungen setzen die Offenbacher daher auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung in den USA. Der Auftragsbestand ging - wegen der Nachfrageschwäche bei Bogenmaschinen - um etwa neun Prozent zurück.

Zum Jahresende beschäftigte die MAN Roland Gruppe 10 570 Mitarbeiter, etwa drei Prozent mehr als Ende 2000. Der Zuwachs geht im Wesentlichen auf die Integration neuer Vertriebs- und Servicegesellschaften zurück.

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