Flaute im Inlandsgeschäft
Schwacher Start für Villeroy & Boch

Der Keramikspezialist Villeroy & Boch ist wegen der Konsumflaute in Deutschland und des Preiskampfes im Fliesenbereich schwach in das Jahr 2002 gestartet.

dpa FRANKFURT. Dennoch rechnet das Unternehmen aus Mettlach damit, in diesem Jahr die Umsatzmilliarde zu überspringen und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von knapp 44 Millionen Euro (plus 7,5 Prozent) zu erwirtschaften.

Vor allem das Auslandsgeschäft und die Wellness-Sparte sollen die nötigen Impulse geben, sagte der Vorstandsvorsitzende Wendelin von Boch-Galhau am Mittwoch in Frankfurt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss Villeroy & Boch mit einem höheren Umsatz von 975,2 Millionen Euro (plus 3,8 Prozent) und einem niedrigeren Vorsteuergewinn von 33,6 Millionen Euro (minus 7,4 Prozent) ab. Neben einem schwächeren Geschäft lag dies vor allem an Investitionen im Wellnessbereich und Umbaukosten für unprofitable Geschäftsbereiche.

Im ersten Quartal gelang es dem Porzellan- und Fliesenhersteller allerdings nicht, an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen. "Eine durchgreifende Trendwende ist nicht in Sicht", erläuterte von Boch.

Dank mehrerer Firmenkäufe kletterte aber zumindest der Umsatz um ein Prozent auf 248,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal lag der Umsatz wegen der Firmenkäufe mit 27,8 Millionen Euro gut 60 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dabei schrumpften die Erlöse im Inland, während das Auslandsgeschäft weiter wuchs. 68 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mittlerweile im Ausland.

Nach zahlreichen Firmenkäufen im abgelaufenen Jahr hat sich Villeroy & Boch in der Wellness-Sparte zunächst eine "Akquisitionsruhe" verordnet. Die Markenvielfalt soll von derzeit neun auf vier reduziert werden.

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