Flexibel investierende Dachfonds
Union Investment vertraut dem Dax

Die Dachfondsmanager scheinen sich einig zu sein: Im nächsten Jahr steht eine Konjunkturerholung mit angenehmen Folgen für die Börsen ins Haus. Darauf stellen sich sowohl die Experten aus dem genossenschaftlichen Bankenverbund als auch jene aus dem Sparkassensektor ein.

HB/vwd FRANKFURT/M. Andreas Brandt hat gerade die Bestände an großen internationalen Aktien aufgestockt. "Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2002 die Konjunkturwende sehen werden", meint der Dachfondsmanager von Union Investment. Allerdings erwarte er dies ausgehend von den USA erst in der zweiten Jahreshälfte. Für die Entwicklung an den Aktienmärkten im Jahr 2002 ist er optimistisch und sieht Chancen auf Zuwächse von zehn Prozent bis 15 Prozent.

Brandt managt den QuattroVermögensFonds. Das Produkt der zum genossenschaftlichen Bankensektor gehörenden Gesellschaft Union Investment erzielte in den zwölf Monaten per Ende Oktober einen Wertverlust von 9,52 Prozent. Das bedeutet aber immer noch den zweiten Platz unter 47 flexibel anlegenden Dachfonds. Der Kategorie "flexibel" sind alle Dachfonds zugeordnet, die entweder etwa hälftig in Aktienfonds und anderen Fonds anlegen oder sich keinerlei Beschränkungen auferlegen.

Zugekauft hat Brandt nach eigenen Angaben zuletzt in erster Linie den Indexfonds UniGlobal Titans 50, der weltweit in die 50 größten Aktien investiere. Mit einem Anteil von fast 18 Prozent am Dachfondsvermögen sei der UniGlobal Titans 50 gleichzeitig die größte Einzelposition. Bereits im Herbst habe er auf stark ermäßigten Niveaus zugegriffen und die Aktienfondsquote von 38 auf 45 Prozent erhöht.

Sein Hauptaugenmerk liege auf den europäischen Aktienmärkten. "Hier halten wir den deutschen Aktienmarkt am attraktivsten bewertet und sehen auch die besten Kurschancen", sagt der Union-Mann. Entsprechend habe er den Dax-Indexfonds UniDeutschland mit sechs Prozent prominent im Portfolio gewichtet.

Im Rentenfondsanteil von 38 Prozent sei der Euro-Block übergewichtet. Sein Anlageschwerpunkt liege dabei auf Produkten, die überwiegend in Staatsanleihen investierten wie der internationale Rentenfonds UniRenta - mit über 17 Prozent die größte Rentenfondsposition im Portfolio. Rund ein Fünftel der im Rentensegment investierten Mittel entfielen derzeit auf die spezialisierten Unternehmensanleihenfonds UniRenta Corporates und UniEuroRenta Corporates. Mit je zehn Prozent seien die offenen Immobilienfonds Difa-Fonds Nr. 1 und Difa-Grund berücksichtigt.

Mit einer Performance von-12,84 Prozent belegt der LBBW-Balance CR 40 den neunten Platz. Wie Dachfondsmanager Steffen Selbach von der zum Sparkassensektor gehörigen DGZ-DekaBank erläutert, war dieser von seinem Haus und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) initiierte Dachfonds Anfang September mit einer Aktienquote von 37 Prozent noch recht defensiv ausgerichtet gewesen. Da er damit rechne, dass sich die Konjunktur im dritten Quartal des nächsten Jahres erhole, sei der Aktienanteil mit aktuell über 41 Prozent mittlerweile leicht über die Neutralgewichtung von 40 Prozent angehoben worden.

Mit fast 17 Prozent des verwalteten Vermögens sei der LBBW-Balance CR 40 derzeit in weltweit ausgerichteten Aktienfonds investiert, wobei Selbach nach seinen Angaben hier auf eine Mischung aus Deka-Produkten mit Werthaltigkeits- und Wachstumsansatz vertraue.

Neben dem DekaLux-GlobalValue B habe er den eher auf Wachstumsaktien ausgerichteten DekaSpezial aufgestockt. Anlageschwerpunkt im Aktienbereich sei zudem Europa, wo der Fonds zurzeit mit 22 Prozent der Dachfondsmittel engagiert sei. Vor allem in der schwächeren Marktphase in diesem Jahr wirkte der auf unterbewertete Aktien spezialisierte Fidelity European Growth Fund stabilisierend, kommentiert Selbach.

Innerhalb des 43-prozentigen Rententeils des Dachfonds ist Selbach mit 17 Prozent in den Rentenfonds RenditDeka und Deka Bund + S Finanz: 3-5 TF, damit auf einen großen Euro-Staatsanleihenblock. Das Portfolio-Schwergewicht unter den Rentenprodukten sei der Deka-EuropaBond, der auch in Ost- und Mitteleuropa investieren könne.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Eine vergleichende Bewertung wäre wenig aussagekräftig, weil die Produkte erst seit kurzer Zeit angeboten werden.

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