Flexible Modelle zum Überstundenabbau nutzen
Jagoda: Neue Arbeitszeitmodelle einführen

dpa POTSDAM. Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, hat sich nachdrücklich für die Einführung und Verbreitung neuer Arbeitszeitmodelle ausgesprochen. Solche Modelle müssten sowohl im Interesse der Unternehmen als auch der Beschäftigten liegen, betonten übereinstimmend Jagoda und die Staatssekretärin im brandenburgischen Arbeitsministerium, Margret Schlüter, am Montag in Potsdam. Es gehe um maßgeschneiderte Regelungen, die für beide Seiten vorteilhaft sind.

Flexible Arbeitszeitmodelle seien eine Möglichkeit, die große Zahl von Überstunden - bundesweit rund 1,9 Milliarden jährlich - zu verringern und somit neue Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Jagoda. "Im globalen Wettbewerb müssen wir alle Chancen nutzen - und eine davon sind intelligente Arbeitszeitlösungen."

Für eine Vollbeschäftigung in Deutschland gebe es kein Patentrezept, aber neue Arbeitszeitlösungen seien "sinnvolles Drehen an einer der vorhandenen Schrauben", sagte Jagoda. Grundvoraussetzungen für moderne Zeitmodelle sei es, dass die Produktivität des Unternehmens und "die Zeit-Souveränität der Beschäftigten" wachse, stellte Jagoda fest.

Er begrüßte das seit April laufende zweijährige Modellprojekt "Moderne Arbeitszeiten für Brandenburg", in dessen Rahmen vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen über Möglichkeiten informiert und in den Umgang mit verschiedenen Formen der Teilzeitarbeit eingewiesen werden.

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