Fliegen wird teurer
Tui erhöht Preise

Der Reiseveranstalter Tui in Hannover wird vom 1. November an eine zusätzliche Versicherungsgebühr erheben.

dpa HANNOVER/HAMBURG. "Für die Nah- und Mittelstrecke - wie zum Beispiel nach Gran Canaria - muss der Urlauber 10 Euro (19,56 DM), für Fernstrecken wie Kuba 12 Euro und für Linienflüge 18 Euro zahlen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der TUI-Deutschland, Volker Böttcher, der "Bild am Sonntag". Tui bestätigte am Sonntag den Bericht. Die Gebühr wird auf den Reisepreis aufgeschlagen. Nicht betroffen seien sämtliche Reisen, die bis zum 31. Oktober gebucht wurden.

Anlass für die Preiserhöhung sind die Attentate vom 11. September. Die Versicherer hatten die Kriegs- und Terrorklauseln aus den Verträgen gestrichen, so dass die Fluggesellschaften nur durch eine staatliche Haftungszusage weiter fliegen konnten. Für die zuvor drastisch erhöhten Versicherungsprämien sind laut "BamS" Gebühren fällig. Die Airlines könnten die Kosten nicht allein tragen und gäben sie an die Reiseveranstalter weiter, teilte TUI mit. "Aus diesem Grunde ist die TUI die Erhebung einer Versicherungsgebühr unumgänglich", hieß es.

Zurzeit verhandeln Fluggesellschaften und Versicherer über neue Verträge. Es sei nicht auszuschließen, dass die Versicherungsgebühren noch einmal um zwei bis drei Euro steigen, sagte Böttcher. Der "Bild"-Zeitung in Hannover sagte er, die staatliche Haftungszusage solle verlängert werden, bis "man sich auf faire Prämien geeinigt" habe. Nach TUI-Angaben wird die so genannte "Patronatserklärung" voraussichtlich mit dem 25. November enden.

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