Florierende Exporte und Euro-Schwäche kommen der Stiftung entgegen
Zeiss schreibt wieder schwarze Zahlen

Nach einem Minus von 51 Mill. Euro im letzten Jahr, kann die Stiftung jetzt wieder Umsatzzuwächse verbuchen. Den beiden tragenden Säulen Zeiss und Schott kommen dabei die Euro-Schwäche und die guten Exportzahlen entgegen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Konzern der Carl-Zeiss-Stiftung hat die Scherben aus dem Vorjahr eingekehrt und schreibt wieder tiefschwarze Zahlen. Dank florierender Exporte und der Euro-Schwäche konnte der Konzern mit seinen beiden Säulen Zeiss und Schott den Umsatz um 23 % auf knapp 3,9 Mrd. Euro (7,5 Mrd. DM) steigern. Der Vorsteuergewinn sprang auf 165 Mill. Euro, nach einem Minus von 51 Mill. Euro im Vorjahr. Dies berichtete der Finanzchef der Stiftung, Roland Voigt, am Donnerstag in Frankfurt. Für 2000/2001 erwartet Voigt weitere Umsatzzuwächse und "wieder ein zufrieden stellendes Ergebnis".

Unterdessen steht die traditionsreiche Zeiss-Stiftung vor einem radikalen Wandel: "Die derzeitigen Überlegungen gehen in die Richtung, die beiden heutigen Stiftungsunternehmen in Aktiengesellschaften umzuwandeln, für die die Carl-Zeiss-Stiftung eine Art Holding bildet", berichtete Voigt. Bereits im Februar hatte der Unternehmensrat von Carl Zeiss einer Ausgliederung des Halbleitergeschäfts zugestimmt. Damit soll der Halbleitertechnik der Weg in eine eigenständige AG geöffnet werden.

Schott und Zeiss tragen gleichermaßen bei

Erstmals seit langem konnten Schott und Zeiss gleichermaßen zur Ertragskraft des Zeiss-Stiftungskonzerns beitragen. Nach ertragsschwachen Jahren ernte die Zeiss-Gruppe nun die Früchte umfassender Restrukturierungen, sagte deren Vorstandssprecher Dieter Kurz. Der Auftragseingang erhöhte sich 1999/2000 um 34 % auf 2,3 Mrd. Euro, der Umsatz um 22 % auf den Rekordwert von 2 Mrd. Euro. "Das Ergebnis nach Steuern beträgt 53 Mill. Euro."

Der Schott-Konzern erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 24 % auf 1,9 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 51 Mill. Euro. Nach vier Monaten des neuen Geschäftsjahres erwartet Schott-Vorstandssprecher Leopold von Heimendahl ein Umsatzplus von zehn Prozent 2000/2001.

Weltweit beschäftigt die Carl-Zeiss-Stiftung in ihrem Konzern 33 400 (Vorjahr: 32 000) Personen.

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