Flottes Stadtfahrzeug
Ford kündigt neuen Mini-Van auf Fiesta-Basis an

Zu dem neuen Kleinwagen Fiesta wird Ford schon im nächsten Jahr einen Mini-Van als kompaktes Vielzweckfahrzeug anbieten. Der als Studie auf der IAA in Frankfurt gezeigte Wagen mit dem Namen "Ford Fusion Konzept" soll nach Angaben des Unternehmens vom Dienstag schon im nächsten Jahr in Produktion gehen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Das Stadtfahrzeug (>>Foto) auf Basis des neuen Fiesta, der bereits in den nächsten Wochen auf den Markt kommt, zeichnet sich nach Ford-Angaben vor allem durch sein großzügiges Raumkonzept bei geringen Außenmaßen aus. Das Fahrzeug sei ausgesprochen wendig und dank hoher Sitzposition der Insassen auch sehr übersichtlich. Für besonders sparsamen Kraftstoffverbrauch soll ein Benzin-Motor mit Direkteinspritzung sorgen. Der 1,1-Liter-Motor kommt mit Turbo- Aufladung auf 110 PS. Kombiniert werden kann der Motor mit einem ebenfalls neuen automatisierten Schaltgetriebe.

Ford befindet sich zurzeit auf dem deutschen Markt kräftig im Aufwind. Mit einem Verkaufszuwachs von fast 16% auf rund 150 000 Wagen im ersten Halbjahr hat das Unternehmen den höchsten Anstieg aller deutschen Hersteller erzielt. Bei einem Halbjahresumsatz von 17,3 Mrd. DM ist die Ford-Werke nach verlustreichen Jahren auch wieder in die Gewinnzone gekommen (57 Mill. DM Ertrag in den ersten sechs Monaten). Für das gesamte Jahr 2001 erwartet der Ford-Vorstandsvorsitzende Rolf Zimmermann einen Umsatzzuwachs um etwa zehn Prozent auf rund 30 Mrd. DM. Nach den Verlusten im operativen Geschäft von rund 340 Mill. DM im vergangenen Jahr soll in diesem Jahr eine "schwarze Null" in der Bilanz stehen.

Zur positiven Entwicklung der Ertragslage bei Ford hat nach Angaben von Firmensprecher Bernd Meier auch ein drastischer Kapazitätsabbau in Europa beigetragen. Nach Verkäufen und Schließungen von Werken in Weißrussland, Polen, Englang und Portugal ist die Produktionskapazität seit 1998 von 2,1 auf 1,6 Mill. Fahrzeuge pro Jahr gesunken. Künftig betreibt Ford nur noch vier europäische Montagewerke in Köln, Saarlouis, Gent/Belgien und Valencia/Spanien mit einer Kapazität von jeweils 400 000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Zahl der Ford-Beschäftigten in Deutschland sei mit rund 38 000 konstant geblieben.

Für den gesamten Markt ist Ford-Chef Zimmermann eher skeptisch. "Die Automobilindustrie wird in nächster Zeit keinen erkennbaren Aufschwung erleben." Zur Begründung verwies der frühere Opel - Werksdirektor in Rüsselsheim auf die gestiegenen Kosten für das Autofahren auf Grund der hohen Benzinpreise und der Öko-Steuer. Zimmermann wies darauf hin, dass Ford bereits im Vorgriff die im nächsten Jahr anstehende EU-Regelung die Garantiefrist für seine Produkte auf zwei Jahre verdoppelt habe.

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