Flucht Bin Ladens nach Pakistan immer wahrscheinlicher: US-Luftschläge im Osten Afghanistans

Flucht Bin Ladens nach Pakistan immer wahrscheinlicher
US-Luftschläge im Osten Afghanistans

US-Kampfflugzeuge haben am Montag im Osten Afghanistans Ziele angegriffen, die Kämpfern des El-Kaida-Netzwerks als Unterschlupf dienen könnten. Gleichzeitig wird eine Flucht des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden nach Pakistan für immer wahrscheinlicher gehalten, wie zwei US-Senatoren mitteilten, die sich zurzeit in Afghanistan aufhalten. Unterdessen brachen mehr als 100 französische Soldaten zur Mitwirkung an der UN-Friedenstruppe nach Afghanistan auf.

ap KANDAHAR. Nach Berichten der afghanischen Nachrichtenagentur AIP brachten vier Hubschrauber in der Nacht zum Montag US-Soldaten nach Chost und Sauar, nahe der Grenze zu Pakistan. AIP berief sich dabei auf Berichte von Bewohnern der Region. Aus der Umgebung von Chost wurde heftiges Bombardement gemeldet. Die Stadt diente Bin Ladens El-Kaida-Netzwerk einst als Ausbildungsstützpunkt. Möglicherweise flüchteten sich El-Kaida-Kämpfer nach dem Fall der Bergfestung Tora Bora dorthin.

Unklar ist nach wie vor, ob sich Bin Laden selbst noch in Afghanistan aufhält oder in eines der Nachbarländer entkommen ist. Der usbekische Geheimdienst gehe davon aus, dass er die Grenze nach Pakistan überschritten habe, sagte US-Senator John Edwards am Sonntag dem Fernsehsender Fox. Edwards bereist Afghanistan derzeit zusammen mit anderen Mitgliedern des US-Geheimdienst-Ausschusses. Der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Bob Graham, sagte dem Fernsehsender ABC, Bin Laden sei wahrscheinlich aus Afghanistan geflohen, obwohl sich in diesem Punkt niemand sicher sei.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Istres starteten am Sonntagabend 114 französische Heeressoldaten. Sie sollen in Afghanistan als Teil der UN-Schutztruppe den Flughafen und andere Orte in der Hauptstadt Kabul sichern, wie ein Militärsprecher mitteilte. Dort sind bereits 50 französische Logistikfachleute im Einsatz. Insgesamt will sich Frankreich mit mehr als 500 Soldaten an dem internationalen Einsatz zum Schutz der Interimsregierung beteiligen. Weitere 240 französische Soldaten halten sich bereits seit Anfang Dezember in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif auf, um dort Hilfstransporte zu sichern. Ein Vorauskommando von 70 deutschen und 30 niederländischen Soldaten startet voraussichtlich am Dienstagmorgen vom Flughafen Köln/Bonn aus.

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