Fluchtweg war verschlossen
Mindestens 58 Tote bei Brand in Kenia

Bei einem Brand in einem Internat sind in Kenia mindestens 58 Schüler ums Leben gekommen. Die Polizei ging nach ersten Ermittlungen am Montag von Brandstiftung aus.

afp MACHAKOS. Mindestens 28 Schüler kamen mit schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Das Feuer brach in der Nacht im Jungen-Schlafsaal der Oberschule in Kyanguli südöstlich von Nairobi aus. Die Opfer waren nach Polizeiangaben Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Insgesamt waren in dem Schlafsaal mehr als 130 Schüler untergebracht. Viele konnten den Flammen offenbar nicht entkommen, weil eine Tür verschlossen war.

Zeugen berichteten von starkem Benzingeruch an der Brandstelle. Nach Polizeiangaben war mindestens eine der beiden Türen zu dem Schlafsaal zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen. Die Schüler warfen zwar Scheiben ein, konnten wegen der Gitterstäbe jedoch nicht durch die Fenster fliehen. Ein Lehrer berichtete, dass einer der Schüler kurz vor Ausbruch des Feuers eine Aufseherin geholt habe, weil eine Flüssigkeit auf dem Schlafraumboden verschüttet war. Als die beiden an dem Gebäude angekommen seien, habe es bereits in hellen Flammen gestanden.

Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Nach Polizeiangaben lagen die meisten der verkohlten Leichen in einer Ecke des Schlafsaals. Andere Schüler seien offenbar in ihren Betten gestorben. Einige Jungen konnten eine Tür aufstemmen und vor den lodernden Flammen fliehen.

In Kenia besuchen die meisten Oberschüler Internate. Auf den Tag genau vor drei Jahren waren 22 Schülerinnen bei einem Brand im Schlafsaal einer Schule nahe der Hafenstadt Mombasa getötet worden; 80 Menschen waren damals verletzt worden. Die Ursache des Unglücks wurde nie geklärt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%