Archiv
Flüchtlings-Tragödie vor Kanaren: 33 Tote befürchtet

Bei einer Boots-Tragödie vor den Kanarischen Inseln sind vermutlich 33 illegale Einwanderer aus Afrika ertrunken. Fast einen Tag nach dem Kentern ihres kleinen Bootes wurde trotz einer groß angelegten Suchaktion bis Freitagnachmittag keines der Opfer gefunden.

dpa LAS PALMAS DE GRAN CANARIA. Bei einer Boots-Tragödie vor den Kanarischen Inseln sind vermutlich 33 illegale Einwanderer aus Afrika ertrunken. Fast einen Tag nach dem Kentern ihres kleinen Bootes wurde trotz einer groß angelegten Suchaktion bis Freitagnachmittag keines der Opfer gefunden.

Für die Vermissten bestand kaum noch Hoffnung auf Rettung. Viele der Flüchtlinge aus Afrika können nicht schwimmen und die Strömung zog die Menschen aufs offene Meer hinaus. Während des Unglücks kurz nach Mitternacht habe es zudem hohen Wellengang und starken Wind gegeben, meldete die Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf die spanische Staatssekretärin für Einwanderungsfragen, Consuelo Rumí.

Das Boot sei nur 14 Kilometer vor der rettenden Küste umgekippt, weil die Menschen nach der Entdeckung durch die spanische Wasserschutzpolizei aufgestanden seien. Die Seenotrettung habe sechs Menschen lebend aus dem Wasser ziehen können und eine Ertrunkene geborgen. Zwei weitere Boote mit insgesamt 70 illegalen Einwanderern seien hingegen sicher in einen Hafen geschleppt worden.

Seit Jahresbeginn starben damit bereits etwa 70 illegale Einwanderer in den Gewässern der Kanaren. Die Überfahrten von Westsahara oder Marokko aus in oftmals seeuntüchtigen Booten werden gegen viel Geld von Schieberbanden organisiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%