Flüssigkristall-Bildschirme
Neue Technik verbilligt LCD–Produktion

Eine in den Niederlanden entwickelte neue Technik soll die Herstellung von Flüssigkristall- Bildschirmen (LCD) einfacher und billiger machen.

wsa EINDHOVEN. Dabei wird Kunststoff statt dem herkömmlichen Glas verwandt, was die Displays leichter und auch flexibler macht. Wie eine Farbe lassen sich die Flüssigkristalle auf verschiedene Untergründe streichen und werden - mit UV-Licht ausgehärtet - zum Bildschirm, berichtet das Fachblatt "Nature". Mit dieser Methode sollen auch Bildschirme in riesigen Größen möglich werden. Heute sind LCD aus technischen Gründen noch auf maximal einen Quadratmeter begrenzt.

Bei herkömmlichen LCD liegt die Flüssigkristallschicht zwischen zwei Glasplatten, an denen die Spannungselektroden angebracht sind. Auf diese Sandwich-Technik verzichtet das Forscherteam um Dirk Broer von der Universität Eindhoven und der Philips-Forschungsabteilung. Bei der neuen Methode liegt dagegen eine Flüssigkristallschicht auf verschiedenen Untergründen - Kunststoff hat sich hier in Prototypen ebenso bewährt wie Glas. Doch auch Gewebe wäre theoretisch möglich, so die Forscher.

Bis zur Marktreife der neuen LCD müssen nach Angaben der Forscher allerdings noch einige Probleme beseitigt werden. So sei die Ausrichtung der Moleküle schwieriger, wenn die Elektroden innerhalb derselben Schicht sitzen. Und vor allem: Kunststoff als Deckschicht ist empfindlicher. Neben mechanischer Beanspruchung könnten Wasser und Sauerstoff als Aggressoren die Lebensdauer der LCD deutlich verkürzen.

Quelle: Handelsblatt

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