Fluggesellschaft verlangt von Beschäftigten zudem unbezahlten Urlaub
Charterflieger Aero Lloyd will fünf Jahre Nullrunde

Die Charterfluggesellschaft Aero Lloyd will angesichts der schlechten Aussichten der Branche nach Gewerkschaftsangaben bei ihren rund 1 000 Mitarbeitern für die nächsten fünf Jahre tarifliche Nullrunden durchsetzen.

ap FRANKFURT/OBERURSEL. Dies sei mit Verdi nicht zu machen, hieß es am Mittwoch aus der Fachgruppe Luftverkehr der Dienstleistungsgewerkschaft in Frankfurt.

Tatsächlich würde das nämlich fünf Minusrunden bedeuten, da die Arbeitgeber nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen wollten. Nach Angaben von Verdi will die in Oberursel im Taunus ansässige Airline zudem in Betriebsvereinbarungen durchsetzen, dass die Beschäftigten im nächsten Frühjahr einen Monat unbezahlten Urlaub nehmen. Weitere Punkte auf der von der Fluggesellschaft als "Winterhilfe" bezeichneten Einsparliste sind laut Gewerkschaft die eventuelle Einführung von Teilzeit und Kurzarbeit sowie ein Einstellungsstop mit Ausnahme der Bereiche Geschäftsführung und EDV. Zudem sollen die Mitarbeiter der Airline in den ersten drei Monaten 2002 zwei Wochen ihres Jahresurlaubs nehmen.

Viele Mitarbeiter hätten sich bereits gegen die Pläne der Airline ausgesprochen, hieß es bei Verdi. Dies hänge damit zusammen, dass die Beschäftigten bereits vor einigen Jahren zur Rettung der Fluggesellschaft auf zehn Prozent ihres Gehalts verzichtet hätten. Die Tarifverträge für das Kabinen- und Bodenpersonal laufen am 31. Dezember aus. Die Verhandlungen sollen im Frühjahr beginnen.

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