Flughafen Stein des Anstoßes
Prostierende Bauern in Mexiko ließen Geiseln frei

In Mexiko scheint nach tagelangem, teils gewaltättigen Protesten von Bewohnern gegen ein Flughafen-Projekt nahe der Hauptstadt eine friedliche Beilegung des Konflikts in Sicht.

Reuters SAN SALVADOR ATENCO. Am Montag ließen die gegen den Flughafenbau in San Salvador Atenco demonstrierenden Bauern nach der Zusage der Regierung, ein Dutzend festgenommener Demonstranten frei zu lassen, ihrerseits alle 19 von ihnen festgehaltenen Geiseln frei. Die Organisatoren der Proteste kündigten zudem den Abbau der in San Salvador Atenco errichteten Barrikaden an, während die Sicherheitskräfte ihren Ring um die Ortschaft lockerten.

Der Protest der Bauern richtet sich gegen die geplante Enteignung ihrer seit Generationen von ihren Familien bewirtschafteten Ländereien für den geplanten Flughafen mit sechs Landebahnen, der 2 Mrd. US-Dollar kosten soll.

Nachdem es zunächst geheißen hatte, die Regierung werde maximal rund 60 Cent für den Quadratmeter Land als Entschädigung an die Bauern zahlen, hatte Innenminister Santiago Creel am Sonntag erklärt, es gebe hierzu einen Alternativplan, und über den Preis für das Land könne neu verhandelt werden, außerdem denke man über Sozialprogramme für die Betroffenen nach.

Die Organisatoren des Protests interpretierten dies als Zeichen dafür, dass die Regierung bereit sein könnte, das Flughafen-Projekt wie von ihnen gefordert zu streichen. Anders als Creel betonten jedoch andere Minister in Mexiko-Stadt, die Regierung halte am geplanten Bau des Flughafens fest.

Die Regierung hat den Bau des Flughafens damit begründet, der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt sei mit zwei Lande- und Startbahnen zu klein geworden und überdies wegen der umbauten Flächen nicht mehr erweiterbar.

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