Flughafen von Catania gesperrt
Der Ätna spuckt wieder Feuer

Begleitet von mehr als 200 Erdbeben ist der Vulkan Ätna auf Sizilien am Sonntag nach über einem Jahr der Ruhe wieder ausgebrochen. Der mit 3370 Metern höchste Vulkan Europas schleudert Lava und Asche aus mehreren Kratern in den Himmel, berichtete das italienische Fernsehen.

HB/dpa ROM/CATANIA. Die riesige Aschewolke erstrecke sich vom Vulkan bis zur nahe gelegenen Stadt Catania. Dunkler Staub sei auf Straßen und Häuser gefallen. Am Nachmittag wurde zudem der Flughafen von Catania bis Montag früh gesperrt. Der Aschestaub auf der Piste und in der Luft stelle eine Gefahr für die Flugzeuge dar, hieß es zur Begründung.

Die italienischen Behörden haben einen Krisenstab eingerichtet, zugleich jedoch betont, dass für die um dem Vulkan lebenden Menschen vorerst keine Gefahr bestehe. "Unsere Stadt ist in keiner Weise gefährdet", sagte Catanias Bürgermeister Umberto Scapagnini.

Die vielen Beben hatten in der Nacht Tausende in Angst und Schrecken versetzt. Viele Menschen seien nachts in Panik aus ihren Häusern geflüchtet, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Niemand sei jedoch zu Schaden gekommen.

Der stärkste Erdstoß kurz vor 4 Uhr morgens hatte nach Angaben von Vulkanforschern, die den Ätna ständig beobachten, die Stärke 4,2 auf der Richterskala. Dabei wurden zwei Hotels in der Ortschaft Piana Provenzana sowie einige Skilifte beschädigt. Ebenfalls bei Piana Provenzana setzte die glühende Lava einen großen Pinienwald in Brand.

Nach Angaben der Vulkanologen treten Lava und Asche aus dem Hauptkrater und aus mindestens neun weiteren neu entstandenen Kratern in 2300 bis 2700 Metern Höhe aus. Der letzte große Ätna-Ausbruch hatte sich im Juli 2001 ereignet. Er hielt mehrere Wochen lang an. Ein riesiger Lavastrom zerstörte eine Seilbahn sowie einen Skilift und bedrohte zeitweise die am Fuße des Vulkans gelegenen Ortschaften Nicolosi und Belpasso. Die Lava kam jedoch vor dem bewohnten Gebiet zum Stillstand.

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