Fluglinie kann sich gegen die Flaute stemmen
Air Berlin plant Auftrag für 40 neue Flugzeuge

Die Fluggesellschaft Air Berlin plant nach den Worten ihres geschäftsführenden Gesellschafters Joachim Hunold, Boeing oder Airbus einen Auftrag zur Lieferung von etwa 40 neuen Flugzeugen zu erteilen. Die Entscheidung werde voraussichtlich bis zum Herbst fallen, sagte Hunold am Freitag vor Journalisten auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

Reuters BERLIN. In welchem Umfang es sich dabei um zusätzliche Flugzeuge oder Austauschmaschinen für die bisherige Flotte handle, sei noch offen. Das Unternehmen engagiert sich seit einigen Jahren zunehmend im Billigflug-Sektor und vergrößert seine Flotte nach den Worten Hunolds aktuell von 28 auf 43 Flugzeuge.

Der Umsatz solle sich in diesem Jahr um rund 30 Prozent auf knapp 900 Mill. Euro bei 8,3 Millionen Passagieren erhöhen, kündigte Hunold an. Bereits im Vorjahr hatte Air Berlin trotz der Krise in der Luftfahrt seinen Umsatz um 22,5 Prozent auf knapp 700 Mill. Euro bei 6,7 Millionen Passagieren verbessert. "Wir haben 2002 unsere bisher höchste Produktivität erreicht", sagte Hunold. Zum Gewinn wollte sich der Air-Berlin-Chef nicht konkret äußern. Unter dem Strich habe Air Berlin ein "sehr positives Ergebnis erzielt", sagte er lediglich.

Bereits vor dem Auftauchen der Billigfluglinien habe Air Berlin auf so genannte Low-Cost-Flüge gesetzt, sagte Hunold. Der Anteil der Billigflüge mache inzwischen knapp 50 Prozent des Geschäfts aus. Dieser Anteil werde insbesondere mit der Einführung des so genannten City Shuttle von zehn deutschen Flughäfen zu europäischen Metropolen im vorigen Herbst weiter zulegen. Mit dem Mallorca-Shuttle von elf deutschen Städten aus, der seit 1998 angeboten werde, sei Air Berlin inzwischen die wichtigste europäische Fluggesellschaft auf der Baleareninsel. Mit 1,9 Millionen Gästen im Jahr 2002 liege Air Berlin noch vor den beiden bislang führenden spanischen Gesellschaften Air Europa und Spanair mit jeweils 1,8 Millionen Passagieren.

Auch in den beiden ersten Monaten dieses Jahres habe Air Berlin trotz der allgemeinen Buchungsflaute deutlich zugelegt, sei allerdings unter den ursprünglich geplanten Passagierzahlen geblieben, sagte Hunold. Air Berlin ist eine Charter-Fluggesellschaft, die für die meisten deutschen Reiseanbieter fliegt, aber zunehmend im Billigbereich Flugscheine auch direkt verkauft.

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