Fluglinie will am Mittwoch Zahlen vorlegen
Lufthansa leidet unter Flaute und SARS

Konjunkturschwäche, Irak-Krieg und die Lungenkrankheit SARS haben die Geschäfte der Deutschen Lufthansa im April erneut stark belastet. Um 1,4 Prozent auf knapp 3,6 Millionen Fluggäste sank die Zahl der geflogenen Passagiere im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte die Lufthansa am Montag mit.

Reuters FRANKFURT. Dabei brach das Geschäft in Richtung Asien/Pazifik, wo die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS umgeht, um beinahe ein Fünftel ein. Sehr schwach präsentierte sich der für die Profitabilität entscheidende Sitzladefaktor, der um 4,4 Prozentpunkte auf 68,9 Prozent zurückging. Allerdings lag auch die angebotene Kapazität um 3,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das Geschäft sei gekennzeichnet gewesen von hohen Stornierungsraten sowie dem Nichterscheinen von Passagieren ("No-show-Rate"), kommentierte die Lufthansa. Der Konzern steuert bereits stark gegen die Nachfrageschwäche und nahm zahlreiche Flüge aus dem Programm. Im Vergleich zum März sank die Zahl der Flüge um fast 8 Prozent auf knapp 40 200. Mehr Passagiere beförderte die Fluglinie indes in Richtung Amerika.

Auch das Cargogeschäft der Lufthansa entwickelte sich im April rückläufig: Das Volumen der transportierten Fracht und Post schrumpfte um mehr als neun Prozent auf 123 000 Tonnen. Die Auslastung der Maschinen sank dabei um 4 Prozentpunkte auf 63 Prozent. Der Auslastungsgrad der gesamten Lufthansa-Flotte lag mit 66,2 Prozent um 4,3 Prozentpunkten unter dem Vorjahreswert.

Die internationale Luftfahrt steckt wegen der zahlreichen Belastungsfaktoren seit Monaten in einer schweren Krise. Die Lufthansa hat bereits angekündigt, im ersten Quartal dieses Jahres einen unerwartet hohen Verlust verbucht zu haben. Analysten schätzen, dass sich der operative Fehlbetrag der Gesellschaft auf mehr als 300 Mill. Euro belaufen könnte. Lufthansa will am Mittwoch ihre Quartalsergebnisse vorlegen.

Die Lufthansa-Aktie lag am Montagnachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt mit 2,94 Prozent im Minus bei 9,24 Euro.

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