Flugzeug im Pirelli-Turm
Mailand: Streit über Absturz-Ursache entbrannt

Eine Woche nach dem spektakulären Mailänder Unglücksflug ist zwischen den italienischen Behörden Streit über die Ursachen ausgebrochen.

dpa ROM. Während die Mailänder Staatsanwältin Bruna Albertini einen Selbstmord des Piloten ausschließt, geht Verkehrsminister Pietro Lunardi von einem "freiwilligen Akt" aus. "In Mailand gibt es einen einzigen Wolkenkratzer dieser Art, und das Flugzeug hat ihn genau in der Mitte getroffen", sagte der Minister. Er sprach von einer "etwas exhibitionistischen Handlung" des Unglückspiloten. Der 67-jährige Luigi Fasulo war am Donnerstag vergangener Woche mit seinem Kleinflugzeug in das Mailänder Pirelli- Hochhaus gerast.

"Es ist möglich, dass man die Wahrheit niemals erfahren wird", meinte der ebenfalls mit dem Fall befasste Staatsanwalt Gerardo D'Ambrosio in einem Interview der römischen Zeitung "La Repubblica" (Donnerstagausgabe).

Lediglich einen terroristischen Anschlag schließen die Behörden mit Sicherheit aus. Auch soll der Pilot keinen Herzinfarkt erlitten haben. Neben der Selbstmordthese gehen die Experten weiter dem Verdacht eines Brandes in dem Flugzeug nach. Der Pilot atmete möglicherweise Verbrennungsgase ein und wurde ohnmächtig. Aber auch ein anderer Defekt sei möglich. Bei dem Unglück kamen neben dem Piloten zwei Frauen ums Leben.

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