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Flugzeug in China in See gestürzt: 54 Tote

Beim Absturz eines Verkehrsflugzeugs nur wenige Sekunden nach dem Start in Nordchina sind am Sonntag 54 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine der Fluggesellschaft China Eastern explodierte laut Augenzeugen kurz nach dem Abheben vom Flughafen der Stadt Baotou in der Inneren Mongolei.

dpa PEKING. Beim Absturz eines Verkehrsflugzeugs nur wenige Sekunden nach dem Start in Nordchina sind am Sonntag 54 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine der Fluggesellschaft China Eastern explodierte laut Augenzeugen kurz nach dem Abheben vom Flughafen der Stadt Baotou in der Inneren Mongolei.

Die brennenden Trümmer stürzten in einen zugefrorenen See des nahen Nanhai-Parks. Außer allen 47 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern kam ein Parkangestellter ums Leben. Die Nachrichtenagentur Xinhua hatte zunächst gemeldet, dass zwei Menschen am Boden getötet worden seien.

Das moderne zweistrahlige Regionalflugzeug vom Typ CRJ 200 des kanadischen Herstellers Bombardier mit der Flugnummer MU 5 210 war auf dem Weg nach Schanghai. Alle Flüge dieses Typs wurden laut Xinhua in China ausgesetzt. Bis zum Abend waren alle Leichen aus dem eisigen See geborgen. Unter den Opfern ist der Vorsitzende eines großen chinesischen Aktienunternehmens, dessen Name nicht genannt wurde. Ein Indonesier war laut Xinhua als einziger Ausländer an Bord. Zur Besatzung gehörten die zwei Piloten, ein mitreisender Flugkapitän, zwei Stewardessen und ein Sicherheitsbeamter.

Die Maschine "ist in Einzelteile zerbrochen und in Flammen aufgegangen", sagte ein Feuerwehrmann. Die brennenden Wrackteile seien schnell gelöscht worden. Trümmerteile zerstörten ein Verkaufshäuschen für Eintrittskarten, wo die Leiche des Parkmitarbeiters gefunden wurde. Mehrere Schiffe auf dem See gingen in Flammen auf. Das Unglück ereignete sich am Morgen, als viele Menschen ihre Morgengymnastik machten oder zum Schwimmen im Eiswasser kamen.

Bei der Bergung der Opfer wurden die Rettungstrupps von einem 20- köpfigen Taucherteam unterstützt. Am Abend ging die Suche nach dem Flugschreiber weiter. Scheinwerfer wurden aufgestellt. Die Ursache des Unglücks blieb zunächst unklar. Das letzte große Flugzeugunglück in China liegt zweieinhalb Jahre zurück. Im Mai 2002 stürzte eine Maschine der Fluggesellschaft China Northern nahe der Hafenstadt Dalian nach einem Feuer an Bord ins Meer. 112 Menschen kamen ums Leben. Nach den Ermittlungen hatte ein Passagier das Feuer gelegt, der vorher mehrere Unfallversicherungen abgeschlossen hatte.

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