Flugzeug in Florida nach Fund von weißem Pulver untersucht
Nach Milzbrand-Fällen Antibiotika für 1 000 Menschen

Zwar hätten die Abstriche in der Nase bei den Betroffenen keine Hinweise auf den Milzbrand-Erreger ergeben. Damit sei aber noch nicht bewiesen, dass sie tatsächlich nicht infiziert worden seien.

afp WASHINGTON/WEST PALM BEACH. Nach den Milzbrand-Fällen im US-Bundesstaat Florida werden rund tausend Menschen über zwei Monate hinweg mit Antibiotika behandelt. Das Zentrum für Krankheitskontrolle und-prävention (CDC) in Atlanta im Bundesstaat Georgia nannte dies am Freitag eine Vorsichtsmaßnahme. Zwar hätten die Abstriche in der Nase bei den Betroffenen keine Hinweise auf den Milzbrand-Erreger ergeben. Damit sei aber noch nicht bewiesen, dass sie tatsächlich nicht infiziert worden seien. Experten des CDC suchten unterdessen gemeinsam mit Beamten der Bundespolizei FBI weiter im Gebäude der Zeitung «Sun» in Boca Raton, wo drei Fälle von Milzbrand (Anthrax) aufgetreten waren, nach Spuren des Erregers. Vermutet wurde, dass der Ausbruch der Krankheit auf einen Anschlag zurückgehen könnte.

Alle tausend mit Antibiotika behandelten Menschen arbeiteten oder hielten sich in dem Gebäude der "Sun" auf. Ein 63-jähriger Fotoredakteur der Zeitung war vor einer Woche an Milzbrand gestorben. Eine 36-jährige Frau, bei der der Erreger ebenfalls diagnositiziert wurde, konnte am Donnerstag wieder zur Arbeit zurückkehren. Bei dem dritten Fall handelte es sich um einen 73-Jährigen, der zwar noch zu Hause war, dem es nach Angaben seiner Familie aber gut ging.

In West Palm Beach in Florida wurde am Freitag ein Flugzeug von den Behörden untersucht, nachdem eine Putzfrau in der Toilette eine weiße Substanz entdeckt hatte und später über eine Hautentzündung klagte. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Erste Tests ergaben nach Angaben der örtlichen Polizei keine Hinweise darauf, dass es sich bei dem Stoff um einen Krankheitserreger gehandelt haben könnte.

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