Flugzeuge bleiben am Boden
Air Lib vor der Pleite

Die zweitgrößte französische Fluggesellschaft Air Lib steht vor der Pleite und darf nicht mehr fliegen. Letzte Verhandlungen um eine Übernahme des bankrotten Unternehmens durch die niederländische IMCA-Gruppe sind am Donnerstag gescheitert, teilte Verkehrsminister Gilles de Robien in Paris mit.

HB/dpa PARIS. IMCA hatte vom europäischen Flugzeugkonstrukteur Airbus keine Preisnachlässe für neue Passagiermaschinen erhalten und sich daraufhin von den Verhandlungen zurückgezogen. "Wir machen Airbus für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich", sagte IMCA- Vize- Direktor Harm Prinsen. "Ihre Preise entsprachen in keiner Weise unseren Erwartungen".

In der Nacht zum Donnerstag wurden nach Ablauf der Fluglizenz die geplanten Flüge von Air Lib gestrichen. Die größte Fluggesellschaft Air France erklärte sich bereit, die gestrandeten Passagiere im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu befördern. Die Regierung werde sich auch bemühen, für die etwa 3000 Angestellten von Air Lib neue Arbeitsplätze bei Air France zu finden, hieß es aus dem Verkehrsministerium.

Am Flughafen Orly blockierten protestierende Angestellte Fahrstrecken im Flughafen-Bereich, ohne jedoch den Verkehrsbetrieb ernsthaft zu behindern. Sie machten die konservative Regierung von Premierminister Jean-Pierre Raffarin für die Pleite von Air Lib verantwortlich. "Die staatliche Entscheidung, die Lizenz nicht zu erneuern, bedeutet den Tod von Air Lib", sagte ein Sprecher der Gesellschaft. Das zuständige französische Handelsgericht soll in Kürze über das weitere Vorgehen entscheiden.

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