Flugzeughersteller Boeing geriet unter Druck
Wall Street dank IBM und Hoffnung auf Zinssenkungen fester

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,89 Prozent aus dem Handel. Der Nasdaq-Index legte sogar um 3,21 Prozent zu.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag fester geschlossen. Über den Erwartungen liegende Gewinnzahlen des Computerherstellers IBM für das vierte Quartal 2000 sowie die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed hätten den Märkten Auftrieb gegeben, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging 0,89 % oder 93,94 Zähler fester auf 10 678,28 Punkten aus dem Handel, während der breiter gefasste S&P 500 1,4 % auf 1348,05 Zähler zulegte. Der technologielastige Nasdaq-Index gewann 3,21 % oder 86,09 Zähler auf 2768,87 Punkte.

"Die Anleger sind dank der Fed bereit, die in letzter Zeit schlechten Unternehmensnachrichten zu vernachlässigen. Die Notenbank hat das Vertrauen der Investoren gefestigt, dass die Landung (der US-Wirtschaft) nicht zu hart wird", sagte Paul Cherney, Chefanalyst bei S&P Marketscope. Der Computerkonzern IBM schloss nach Veröffentlichung der Quartalszahlen 12,02 % höher bei 108-5/16 $. Im Sog der guten IBM-Vorgaben konnten insbesondere Werte der Computer- und der Halbleiterindustrie zulegen. An der Nasdaq befand sich unter anderen der Chiphersteller Intel mit einem Plus von 5,53 % auf 32-3/16 $ bei den Gewinnern, nachdem die Aktie nach Veröffentlichung von Marktteilnehmern zufolge enttäuschenden Unternehmenszahlen an den Vortagen an Wert eingebüßt hatte. Profitieren von den positiven Nachrichten aus dem Computersektor konnten laut Händlern auch Hewlett-Packard, die sich um 9,68 % auf 34-11/16 $ verbesserten, und der Computerhersteller Dell , dessen Papiere beim Gongschlag um 6,61 % höher bei 24-3/16 $ lagen. "IBM sorgt zwar für Optimismus, die Sorgen halten jedoch bei vielen Anlegern weiterhin an", relativierte jedoch Alan Skrainka von Edward Jones die gute Stimmung am Markt. Einen Kurseinbruch von 37,5 % auf 7-13/16 $ musste das Internet-Unternehmen Vignette hinnehmen. Die Firma hatte zuvor ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2001 nach unten korrigiert und außerdem einen Stellenabbau angekündigt.

Bei den Standardwerten kamen die Aktien des Flugzeugherstellers Boeing unter Druck. Die Titel verloren 2,34 % auf 57-3/8 $, nachdem das Unternehmen von der Deutschen Bank auf Grund eines verlangsamten Wachstums im Flugzeugsektor zurückgestuft wurde.

An der Wall Street standen sich bei Umsätzen von 1,3 Mrd. Aktien 1625 Gewinner und 1286 Verlierer gegenüber. 390 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq wechselten 2,4 Mrd. Papiere den Besitzer. Die Gewinner überwogen dabei die Verlierer im Verhältnis 21 zu 17.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds um 30/36 höher und erbrachten eine Rendite von 5,462 %.

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