Flutschäden kosten 770 Millionen Euro: Allianz erhöht Prämien wegen der Jahrhundert-Flut

Flutschäden kosten 770 Millionen Euro
Allianz erhöht Prämien wegen der Jahrhundert-Flut

Nach hohen Belastungen durch die Jahrhundertflut im vergangenen Jahr erhöht die Allianz jetzt die Preise für die Haushaltsversicherungen in den neuen Bundesländern.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Prämien würden wegen der Flutschäden zum 1. April um sieben bis neun Prozent angehoben, sagte eine Allianz-Sprecherin am Montag in München. Dies mache in der Regel etwa sechs bis neun Euro im Jahr aus. In den Versicherungen, die die Allianz nach der Vereinigung übernahm, sind Hochwasserschäden anders als bei vielen klassischen Hausratsversicherungen automatisch mit abgedeckt.

"Bei Naturgefahren war 2002 das schlechteste Jahr seit Kriegsende", sagte Allianz-Vorstand Rainer Hagemann der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Der Gesamtschaden für die Allianz allein aus den Überschwemmungen im Inland summierte sich auf 770 Millionen Euro. Davon waren bis Ende Januar 635 Millionen Euro ausbezahlt. Nach Erstattung durch die Rückversicherer blieb nach Angaben des Konzerns für die Allianz ein Netto-Schaden von rund 300 Millionen Euro.

Als Konsequenz aus den Flutschäden hat die Allianz ihr System für die Risikoeinschätzung verfeinert. Bisher teilten die Versicherer die Flutrisiken von Regionen in drei Kategorien ein. Künftig will die Allianz in den kritischen Bereichen eine Einschätzung im Zweifel für jedes einzelne Haus abgeben. Dadurch könnten künftig auch einige Haushalte einen Hochwasserschutz bekommen, die bisher wegen des hohen Risikos in ihrer Region nicht versicherbar waren, sagte eine Allianz - Sprecherin.

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