FMC-Aktie im Abwind
Dax nach US-Vorgaben fester

Unter Führung von Technologiewerten haben sich die deutschen Standardwerte am Dienstag nach freundlichen US-Vorgaben vom Vortag fester präsentiert. Der Handel sei allerdings von dünnen Umsätzen geprägt, sagten Börsianer. "Die Stimmung wird insgesamt besser, Marktteilnehmer warten allerdings ab, ob sich der positive Trend in den USA fortsetzt", sagte ein Händler zur Begründung.

Reuters FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg zum Mittag um 1,2 % auf 6 291 Zähler. Größter Kurs-Gewinner im Dax waren die Titel von Epcos. Nach der Vorlage von Bilanzdaten führten die Aktien von Fresenius Medical Care die Verliererliste im Börsenbarometer an.

Derzeit befinde sich der Dax charttechnisch immer noch in einer Abwärtsbewegung seit seinem Hoch im vergangenem März, sagte ein Händler. Erst wenn der Widerstand bei 6 600 Punkten überwunden sei, könne von einem Aufschwung gesprochen werden.

Die Terminkontrakte S&P- sowie Nasdaq-Future signalisierten nach einem festen Schluss der US-Börsen am Vortag einen freundlichen Handelsauftakt. Der Nasdaq-Future legte um 43, der S&P-Future um knapp zehn Punkte zu. Am Neuen Markt zeigten sich die Kurse nach den freundlichen Vorgaben ebenfalls fester. Der Nemax-All-Share-Index stieg um 4,5 % auf 2 090 Zähler.

Bei den Blue Chips im Dax ging es am Dienstag bei Infineon deutlich bergauf. Die Aktien legten im Zuge der guten Vorgaben 4,6 % auf 40,52 Euro zu. Epcos gewannen um rund fünf Prozent auf 71,56 Euro, obwohl das Unternehmen am Morgen wegen eines schwächeren Mobilfunkmarktes nach unten korrigierte Gewinn- und Umsatzzahlen vorgelegt hatte. Händler sagten, die Korrektur der Zahlen sei schon eingepreist gewesen. "Die Aktie hat in den vergangen Tagen und Wochen so viel verloren, eine Korrektur bei den Zahlen war zu erwarten", sagte ein Händler. Siemens uznd SAP legten um vier beziehungsweise 3,5 % zu.

An der Spitze der Verlierer standen die Papiere des Medizinkonzerns Fresenius Medical Care , die um 3,3 % auf 85,65 Euro abgaben. Am Morgen hatte das Unternehmen Bilanzdaten veröffentlicht, die im Rahmen der Erwartugen von Analysten ausgefallen waren. Händler führten die Kursrückkgänge auf Gewinnmitnahmen zurück. Von Anfang Januar bis Anfang März waren die FMC-Papiere um rund 16 % gestiegen. "Das ist wieder ein typisches Bild im Dax, auf der Gewinnerseite stehen Tech-Aktien, während defensivere Titel wie FMC abgeben", kommentierte ein Händler.

Die Titel von MAN gaben um rund 2,5 % ab, was Börsianer auf die Bekanntgabe eines schwachen Geschäftsausblicks für das laufende Geschäftsjahr zurückführten. Die Aktien von Bayer rutschten nach Veröffentlichung eines im Rahmen von Analystenerwartungen liegenden Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2000 um 0,38 % auf 52,55 Euro ab.

Im MDax zogen die Kurse im Schnitt um 0,28 % auf 4764 Zähler an.



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