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FMC erhöht nach Rekordquartal Ausblick für 2004 - Aktie fällt leicht

Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat nach einem Rekordquartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2004 erneut erhöht. Bereits im August hatte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

dpa-afx BAD HOMBURG. Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat nach einem Rekordquartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2004 erneut erhöht. Bereits im August hatte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Jahresüberschuss soll mehr als 15 Prozent wachsen, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mit. Bislang ging das Unternehmen von einer Steigerung von 15 Prozent aus. Für den Umsatz bereinigt um Währungseffekte erwartet FMC weiterhin einen Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich. Für 2005 zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Ben Lipps zuversichtlich, den Wachstumskurs weiterhin beizubehalten.

Von Juli bis September erzielte der Dialyse-Spezialist bei Umsatz und Überschuss die höchsten Werte in einem Quartal in seiner Firmengeschichte. Der Gewinn stieg um Der Gewinn stieg in der Berichtsperiode um 17 Prozent auf 102 Mill. Dollar. Der Umsatz nahm um zwölf Prozent (wechselkursbereinigt um zehn Prozent) auf 1,577 Mrd. Dollar zu. Sowohl bei Gewinn als auch Umsatz übertraf FMC die Erwartungen der Branchenexperten. Diese waren beim Gewinn im Schnitt von 100 Mill. Dollar und beim Umsatz von 1,555 Mrd. Dollar ausgegangen. Das verbesserte Ergebnis führte das Unternehmen vor allem auf die erhöhte Vergütung der Dialysebehandlungen in den USA und auf einen Anstieg der Patientenzahl zurück.

Experten: 'Zahlen Überraschen Kaum'

"Die Zahlen zum dritten Quartal fielen weitgehend wie erwartet aus und liefern daher wenig Impulse", hieß es am Markt. Wenig begeistert zeigte sich auch HVB-Analyst Christian Cohrs. Der Experte bestätigte die FMC-Aktie nach der Quartalsbilanz mit "Underperform". Mit den Zahlen habe das Unternehmen die Erwartungen lediglich erfüllt. Der angehobene Ausblick sei zudem keine Überraschung, da die Prognosen zuvor konservativ gewesen seien.

Auch Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hatte die von FMC erhöhte Prognose erwartet. Der Experte bestätigte den Titel in einer Studie vom Dienstag auf "Marketperformer" mit einem Kursziel von 75 Euro. Nach Einschätzung der Helabatrust ist die vor allem auf den Preisdruck in Japan rückläufige Ebit-Marge der "Wermutstropfen" bei den Zahlen. Die Aktie verlor am Dienstag bis 13.15 Uhr in einem behaupteten Gesamtmarkt 0,33 Prozent auf 60,90 Euro.

Regionen

Deutlich steigern konnte Fresenius Medical Care seinen Umsatz in Europa, Lateinamerika und Nordamerika. In Europa setzte das Unternehmen währungsbereinigt zehn Prozent und in Lateinamerika 24 Prozent mehr um. Der Umsatz betrug in Europa 361 Mill. Dollar und in Lateinamerika 62 Mill. Dollar. In Nordamerika stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 1,078 Mrd. Dollar. Zu der Entwicklung hätten sowohl das Dialysedienstleistungsgeschäft als auch der Geschäftsbereich Dialyseprodukte beigetragen, hieß es. Weniger umsetzen konnte FMC in der Berichtsperiode in Asien-Pazifik. Der Umsatz ging währungsbereinigt um neun Prozent auf 76 Mill. Dollar zurück.

US-Untersuchung Kaum Auswirkungen

FMC erwartet bei der Untersuchung durch die US-Justizbehörden allerhöchstens geringe Auswirkungen auf das Unternehmen. "Die Untersuchungen werden noch etwas dauern. Wir erwarten geringe oder gar keine Auswirkungen auf FMC", sagte der Vorstandsvorsitzende der Fresenius AG, Ulf Schneider.

Die beiden US-Töchter Fresenius Medical Care Holdings und Spectra Renal Management hatten in der vergangenen Woche Vorladungen der US-Justizbehörden mit Sitz in New York erhalten. Im Rahmen dieser Vorlageverfügungen wurden nach Unternehmensangaben Unterlagen zu den geschäftlichen Tätigkeiten der beiden Nordamerika-Töchter angefordert worden. Von Interesse seien hierbei besonders Unterlagen zu einem bestimmten Labortest (Parathyroid Hormone - PTH) und zu Vitamin-D-Therapien für Dialysepatienten.

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