Focus: AWD drohen Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe
AWD weist Vorwurf der fehlerhaften Beratung im Börsenprospekt zurück

dpa-AFX HANNOVER. Der kurz vor dem Börsengang stehende Finanzdienstleister AWD hat den Vorwurf der fehlerhaften Beratung möglicher Anleger zurückgewiesen. Im Börsenprospekt sei auf potenzielle Haftungsrisiken hingewiesen worden, sagte AWD-Sprecher Folkert Mindermann am Samstag in Hannover. Für alle erkennbaren Risiken seien auch angemessene Rückstellungen gebildet worden.

Das Magazin "Focus" berichtet in seiner neuesten Ausgabe, AWD drohten Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe wegen der massiven Wertverluste des von ihm verkauften so genannten Dreiländerfonds. Auf diese konkrete Haftungsproblematik habe der Finanzdienstleister aus Hannover in seinem Börsenprospekt entgegen den Vorschriften der Deutschen Börse nicht hingewiesen.

Mindermann bezifferte die möglichen Risiken aus Beratungen wie beim Dreiländerfonds und aus laufenden Prozessen mit 2,0 bis 3,0 Mill. DM. Die Haftungsrisiken aus dem Geschäft mit dem Dreiländerfonds seien im Börsenprospekt nicht genau beziffert worden, weil dies nicht möglich sei. "Uns liegen ja noch keine konkreten Klagen vor", sagte Mindermann. Die Rückstellungen hätten im übrigen ein Volumen von mehr als 143 Mill. DM.

Die Summe von 2,0 bis 3,0 Mill. DM müsse auch im Verhältnis zum Umsatzvolumen von 531 Mill. DM im vergangenen Jahr gesehen werden. Die Risiken seien also minimal, meinte der AWD-Sprecher.

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