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'Focus': Nutzfahrzeugvorstand Cordes soll Mercedes-Chef werdenDPA-Datum: 2004-07-04 15:23:22

STUTTGART/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Neuer Mercedes-Chef soll nach "Focus"- Informationen der bisherige Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes werden. Das Lkw-Geschäft solle dann ein weiterer Vertrauter des DaimlerChrysler- < DCX.ETR > Chefs Jürgen Schrempp übernehmen, der Konzernstratege Rüdiger Grube, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuesten Ausgabe. Dessen Posten werde nicht neu besetzt. Ein DaimlerChrysler- Sprecher sagte dazu am Samstag, man kommentiere Personalspekulationen nicht.

STUTTGART/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Neuer Mercedes-Chef soll nach "Focus"- Informationen der bisherige Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes werden. Das Lkw-Geschäft solle dann ein weiterer Vertrauter des DaimlerChrysler - < DCX.ETR > Chefs Jürgen Schrempp übernehmen, der Konzernstratege Rüdiger Grube, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuesten Ausgabe. Dessen Posten werde nicht neu besetzt. Ein DaimlerChrysler - Sprecher sagte dazu am Samstag, man kommentiere Personalspekulationen nicht.

Ob die Personalien wie geplant noch Ende Juli vom Aufsichtsrat abgesegnet werden, hängt nach Informationen des Magazins auch davon ab, ob sich Arbeitnehmer und Management über die angestrebte unbezahlte Mehrarbeit in den Werken Sindelfingen und Untertürkheim einigen. Mercedes-Chef Jürgen Hubbert hatte kürzlich erklärt, er könne sich eine Einigung noch im Juli vorstellen. Am Freitag war darüber in Stuttgart erneut zwischen den Tarifparteien verhandelt worden. Eine Einigung gab es noch nicht.

SCHREMPP FORDERTE WEITERE ARBEITSZEIT-FLEXIBILISIERUNG

Schrempp forderte unterdessen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit in der deutschen Wirtschaft. "Wenn wir in Deutschland Jobs halten und neue schaffen wollen, kommen wir nicht daran vorbei, die Kosten zu senken", sagte der der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Er wies darauf hin, dass in der Forschung und Entwicklung bei DaimlerChrysler bereits 40 Stunden pro Woche gearbeitet werde.

Der Vertrag von Mercedes-Chef Hubbert läuft noch bis April 2005. Der ehemalige Chrysler-Vizechef Wolfgang Bernhard war bereits designierter Nachfolger, der Aufsichtsrat kippte jedoch im April überraschend seine Berufung unter Hinweis auf Differenzen über die strategische Ausrichtung. Inzwischen will nach Informationen der "Automobilwoche" der Volkswagen - < VOW.ETR > Konzern Bernhard verpflichten. VW-Chef Bernd Pischetsrieder wolle den 43-Jährigen mit einer neu zu schaffenden Top-Position bei der Hauptmarke Volkswagen nach Wolfsburg locken, schreibt die Branchenzeitung in ihrer neuesten Ausgabe unter Berufung auf dem Vorstand nahe Kreise. Ein VW-Sprecher sprach von "reiner Spekulation".

DAIMLERCHRYSLER WEIST 'FT'-BERICHT ÜBER MITSUBISHI-AUSSTIEG ZURÜCK

Ein DaimlerChrysler-Sprecher wies unterdessen einen Bericht der "Financial Times" vom Samstag zurück, wonach die Beteiligung am angeschlagenen japanischen Autohersteller Mitsubishi < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > noch in diesem Jahr zum Verkauf angeboten werden könnte. "Da ist nichts dran, wir behalten unsere Beteiligung an Mitsubishi", sagte der Sprecher. DaimlerChrysler hielt zuletzt 37 Prozent an Mitsubishi Motors. Da sich der Stuttgarter Konzern jedoch nach hohen Verlusten nicht mehr an einer Kapitalerhöhung beteiligt, sinkt der Anteil voraussichtlich an die Marke von 20 Prozent.

Auf die Frage, ob er in letzter Zeit nicht auch Fehler gemacht habe, räumte Schrempp im "Bild"-Interview hausgemachte Probleme bei der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler ein. Es habe eben nicht nur Chancen gegeben, sondern auch Risiken, die vom Markt gekommen seien. Vielleicht hätten die Risiken besser erklärt werden müssen, sagte Schrempp. "Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass unsere Strategie richtig ist. Und die aktuelle Entwicklung bei DaimlerChrysler ist sehr vielversprechend." Auf das Mitsubishi- Debakel ging Schrempp nicht ein.

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